30.05.2016, 12:40 Uhr

Neugründung noch dieses Jahr Förderverein Hallenbad Melle löst sich auf

Seit Februar in Betrieb: Das neue Grönegaubad in Melle. Für den Förderverein „Neues Hallenbad Melle“ war dies der Höhepunkt in der 15-jährigen Geschichte. Archivfoto: Simone GraweSeit Februar in Betrieb: Das neue Grönegaubad in Melle. Für den Förderverein „Neues Hallenbad Melle“ war dies der Höhepunkt in der 15-jährigen Geschichte. Archivfoto: Simone Grawe

Melle. Der Förderverein „Neues Hallenbad Melle“ ist Geschichte: Der Vorstand hat beim Amtsgericht die Löschung beantragt. Gleichwohl soll ein neuer Verein gegründet werden, um das neue Grönegaubad zu unterstützten.

„De facto ist der Verein aufgelöst, eine Mitgliedschaft besteht nun nicht mehr, und es werden keine weiteren Beiträge mehr eingezogen,“ teilt der erste Vorsitzende Hermann Balsing mit, nachdem er und sein Vorstandskollege Reinhardt Wüstehube einen Notar aufgesucht hatten, um die Löschung bei Gericht zu beantragen. Die Löschung ist mittlerweile erfolgt; der Verein ruht aber noch rund ein Jahr, um die Abwicklung zu vollziehen.

Entsprechend der Satzung soll das restliche Vermögen an die Stadt übergehen, die es zweckgebunden im Sinne des Schwimmsports einsetzen soll. Dabei handele es sich jedoch um eine überschaubare Summe, betont Hermann Balsing auf Nachfrage unserer Redaktion, denn nachdem der Förderverein die Sprunganlage im neuen Grönegaubad finanziert hatte, verfügt der Verein nicht mehr über ein größeres Vermögen.

Eröffnung des Bades ein Höhepunkt

Ganz wichtig ist es für Herman Balsing, all jenen zu danken, die den Verein seit dessen Gründung im Jahr 2001 als Mitglieder und im Vorstand unterstützt haben. Zuletzt zählte der Verein gut 90 Mitglieder. Ganz besonders weist der Vorsitzende auf die unermüdlichen Aktivitäten der Gründungsmitglieder Hartmut Wippermann sowie Dieter Ulferts hin, der noch den ersten Spatenstich, nicht aber mehr die Eröffnung erleben durfte. (Lesen Sie auch: Wasserratte testet das Grönegaubad)

Höhepunkt der Vereinsaktivitäten war nach Worten von Hermann Balsing die Eröffnung des neuen Grönegaubades im Februar: „Damit gingen nun 40 Jahre Anstrengungen, Argumentationen, aber oft leider auch Kampf und Streit um ein neues Hallenbad in der Sportstadt Melle zu Ende, ein gutes Ende, wie wir meinen,“ äußert sich Balsing.

Neuer Verein soll helfen

„Unser jahrelanger Einsatz hat sich gelohnt. Es ist ein schönes Bad in einem vernünftigen Kostenrahmen entstanden für die ganze Meller Bevölkerung zwischen einem und 99 Jahren, für Vereine, Schulen und Kindergärten, für Präventions- und Schwimmgruppen“, stellt der Vorsitzende fest. Die ausgebuchten Angebote und die zahlreichen Besucher zeigten, dass das Bad eine Lücke im Sportangebot geschlossen habe. Nicht zu unterschätzen sei auch, dass die Stadt durch das Bad auch für viele Menschen wieder ein Stück interessanter und lebenswerter geworden sei. (Lesen Sie auch: Schon 15.000 Badegäste im Meller Hallenbad)

Und wie geht es weiter? Der Vorstand ist der Ansicht, dass auch das neue Hallenbad Unterstützung benötigt. So soll unter dem Titel „Förderverein Grönegaubad Melle“ ein neuer Verein gegründet werden, um das Bad mit Leben zu füllen und dessen Zukunft zu sichern. Eine Gründungsversammlung kündigt Hermann Balsing noch für dieses Jahr an.


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