25.02.2011, 18:16 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Neue Ruhezone Mühlrad und Skulptur zum 175-jährigen Jubiläum der Sparkasse Melle


Melle. „Das wird unser Geschenk zum 175-jährigen Jubiläum der Sparkasse an die Bürger“: Sparkassen-Chef Frank Finkmann stellte jetzt gemeinsam mit den Mitstreitern des Projektes die Pläne zur Umgestaltung der Fläche neben dem Else-Wehr und der Bushaltestelle an der Mühlenstraße vor. Im Mittelpunkt stehen ein großes Mühlrad und die Skulptur eines Müllers samt Katze, denn die neu entstehende Ruhezone soll an die früher dort beheimatete Hardach-Mühle erinnern.

Um die ansprechende Gestaltung und Planung der Außenflächen kümmern sich Sabine Hüpel und ihr Sohn Jan-Hendrik von der gleichnamigen Gartenbau-Firma. Das Mühlrad mit einem Durchmesser von 3,5 Metern samt Wasserzulauf stellt die Firma Huning Maschinenbau unter der Projektleitung von Achim Patz her. Die mannshohe Bronze-Skulptur hat der Meller Künstler Peter Fischer-Blessin geschaffen. Die Koordination des Gesamtvorhabens übernahm Hans-Joachim Bäumer im Auftrag der Sparkasse.

„Ich bin dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kind“, schmunzelte der frühere Leiter des städtischen Betriebshofes während der ersten Vorstellung der Planungen. Nach seinen Worten sollen die Bauarbeiten in der zweiten Märzwoche beginnen und am 10. Mai abgeschlossen sein.

„Ich bin froh, dass Herr Bäumer sich darum kümmert und seinen Sachverstand einbringt“, hob Finkmann hervor. Er freue sich auch über die Zusage der Stadtverwaltung, zeitgleich die angrenzende Bushaltestelle zu modernisieren. „Die sieht, das sag ich mal ganz vorsichtig, nicht so toll aus.“

Die Bronzestatue eines Müllers mit Katze neben sich wird zur Zeit in einer Kölner Gießerei gefertigt. Die Gipsvorlage als das Original stammt von Peter Fischer Blessin. „Ich habe mir die Geländerhöhe am Wehr angeschaut und überlegt, ob ich den Müller alt oder jung, dick oder dünn mache“, erzählte der Künstler. Schließlich habe er sich für einen Durchschnittsmenschen entschieden und ihm die Katze beigestellt. „Zu jeder Mühle gehörte wegen der Mäuse eine Katze“. Die Bronzestatue wird nach einer Nachbearbeitung und Patinierung durch den Künstler 200 Kilogramm wiegen. Das Gips-Original soll anschließend der Balustrade im Sparkassen-Gebäude angepasst und dort aufgestellt werden. Fischer Blessin hat unter anderem die „Anna“ am Markt, Kamping vor der Martinikirche in Buer, Pinsel und Tink am Starcke-Carree und den Schüler am Wohnhaus Sutmöller geschaffen.

„Wer baut das Mühlrad?, griff Finkmann die zurückliegende Frage auf. Darauf spezialisierte Firmen finden sich ausschließlich in Süddeutschland. Die Sparkasse wollte aber alle Gewerke bewusst an Meller Unternehmen vergeben. Also fragte Finkmann bei Huning an und wurde fündig. „Unsere Vorgängerfirma Heitling hat unter dem Namen Mühlenbauanstalt auch Mühlen hergestellt“, berichtete Achim Patz. Entstanden ist so ein Mühlrad aus Cortenen-Stahl. „Der schützt sich durch seine eigene Rostschicht.“ Das Rad wird auf einem Sockel am Rande des Wehrs in einer Edelstahlwanne stehen und sich dreimal pro Minute drehen. Der Wasserzulauf erfolgt ebenfalls über eine Edelstahlkonstruktion.

Die angrenzenden Flächen hat Sabine Hüpel überplant. Sitzplätze, farblich abgestimmte Papierkörbe, edel aussehendes Betonpflaster und eine ansprechende Bepflanzung sieht sie ebenso vor wie LED-Lichtakzente, die vom vorhandenen Mühlstein zum Mühlrad führen.


0 Kommentare