30.05.2013, 05:11 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Samstag wird gefeiert Zehnjähriges: Tag der offenen Tür im Meller „Alten Stahlwerk“ mit Konzert


Melle. Zehn Jahre Jugend- und Kulturzentrum „Altes Stahlwerk“ an der Buerschen Straße in Melle-Mitte – dieser runde Geburtstag soll am Samstag, 1. Juni, ab 14.30 Uhr mit einem Tag der offenen Tür offiziell begangen werden.

„Alle Interessierten sind eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen unseres Hauses zu werfen“, sagt Leiter Sebastian Cordes und freut sich zusammen mit seinem Team auf zahlreiche Besucher.

Auf dem Programm steht ab 14.30 Uhr ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Kinderbelustigungen. „Wir bieten Kinderschminken und Luftballonknoten an“, erläutert Cordes. Hinzu kommen Musik und Tanzeinlagen sowie eine große Kaffeetafel.

Ab 17.30 Uhr heißt es dann „Grillen und Chillen“ mit allen Jugendlichen, die derzeit das „Alte Stahlwerk“ besuchen, und natürlich mit zahlreichen Ehemaligen. Der Tag wird ab 20 Uhr mit einem Konzert von Elis Yaman fortgesetzt werden, ehe das Programm ab 21.30 Uhr mit einer stimmungeladenen Party ausklingt.

Was Anfang der 1990er- Jahre als „Pillefit“ in den Räumen der ehemaligen Gaststätte Potts an der Buerschen Straße begonnen hatte, fand ab 2003 in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Gelände des früheren Stahlbauers Schlattmann seine Fortsetzung. „Nachdem im November 2002 die Entscheidung zum Umzug in das andere Gebäude gefallen war, begannen bereits zwei Monate später die Umbauarbeiten“, erinnert sich Cordes. Frei nach dem Motto „von Jugendlichen für Jugendliche“ wurden junge Menschen von Beginn an in die Planung und Ausführung von Arbeiten einbezogen. Ein Konzept, das bis heute Gültigkeit besitzt. Cordes: „Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe.“

Welchen Namen sollte das neue Jugendzentrum erhalten? Eine Antwort lieferte ein Ideenwettbewerb, aus dem unter Vorschlägen wie Jugendzentrum „Bifurkation“ oder Jugendinformationszentrum (JIZ) bis sich das „Alte Stahlwerk“ durchsetzte.

Das Jugend- und Kulturzentrum nahm in der Folgezeit eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. „Schon Ende 2003 führten wir eine Mittagsbetreuung für Jugendliche ein, die nicht im häuslichen Kontext adäquat versorgt werden konnten“, berichtet Cordes. Zeitgleich erfolgten die Anschaffung einer Waschmaschine und eines Wäschetrockners, um jungen Leuten die Möglichkeit zur Wäschereinigung zu geben.

Neben der Etablierung einer Mittagsbetreuung mit Hausaufgabenhilfe baute das JZ 2006 den Sportbereich zum Basketball-Spielfeld und zur Fitness-Zone aus, erweiterte den Werkbereich um eine Fahrradwerkstatt und gründete zwei Jahre später den Förderverein, der seither die Einrichtung finanziell und ideell unterstützt. Cordes: „Eine wertvolle Hilfe, die wir nicht missen möchten.“

2009 wurde der „Kindertag“ eingeführt. „Seither werden montags jeweils zwei Stunden Sport, Tanz etc. angeboten“, so Sebastian Cordes. 2010 bis 2013 kam es schrittweise zu weiteren Umbaumaßnahmen, während derer unter anderem ein Tonstudio entstand.

Wie gut das Jugendzentrum angenommen wird, belegt Cordes mit Zahlen: „Montags bis freitags suchen unser Haus täglich rund 100 Kinder und Jugendliche auf.“

Für die Betreuung der jungen Besucher stehen mit Sebastian Cordes, Cynthia Riebeling und Margarita Mäscher drei pädagogische Fachkräfte zur Verfügung. Komplettiert wird das Team durch Barbara Werther (Hauswirtschaft und Reinigung) sowie Rifat Yaser, der derzeit als Bundesfreiwilligendienstler tätig ist.


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