15.12.2014, 17:51 Uhr

500 Patienten jährlich erwartet Geriatrie in Melle startet voller Motivation

Sind gut vorbereitet: Geschäftsführer Bernd Rund, Chefarzt Peter Fellmann, Verwaltungsdirektor Christian Schedding und Pflegedirektorin Mareile Greiser. Foto: Martin DoveSind gut vorbereitet: Geschäftsführer Bernd Rund, Chefarzt Peter Fellmann, Verwaltungsdirektor Christian Schedding und Pflegedirektorin Mareile Greiser. Foto: Martin Dove

Melle. Ab Januar gibt es im Christlichen Klinikum Melle eine neue Klinik für Geriatrie. In der Abteilung für Altersmedizin mit zunächst 30 Betten bietet ein interdisziplinäres Team die Frührehabilitation älterer Patienten nach einem akuten Ereignis wie einem Sturz oder Schlaganfall an.

Interdisziplinär bedeutet in diesem Fall, dass es gerade bei diesen Patienten auf das Ineinandergreifen der verschiedenen medizinischen, therapeutischen und sozialen Angebote ankommt. Neben den Ärzten gehören zum Beispiel Pflegekräfte, Ergo- und Physiotherapeuten, Seelsorger, Sozialarbeiter oder Logopäden zum Team der Geriatrie – insgesamt 35 Mitarbeiter. 24 neue rechnerische Vollzeitstellen sind entstanden.

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„Die therapeutischen Bereiche spielen die Rolle schlechthin“, sagt Peter Fellmann. Der 44-jährige Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, Geriatrie und Notfallmedizin wird der neue Chefarzt der geriatrischen Abteilung. Nach seinem Studium in Mainz sammelte er unter anderem auch Erfahrungen im Ausland und ist derzeit noch Leitender Oberarzt der geriatrischen Frührehabilitation in Bramsche.

Die neue Station weist 30 Plätze auf und gehört in den Bereich der Inneren Medizin. Die Gesamtzahl an 182 Planbetten erhöht sich dadurch allerdings nicht. Die Geschäftsführung rechnet mit rund 500 Patienten pro Jahr. Im Gegensatz zu den bisherigen Fällen ist in der Geriatrie dabei mit längeren Liegezeiten von bis zu drei Wochen zu rechnen. Der größte Teil der Patienten wird erwartungsgemäß von den Krankenhäusern der Region hierher verlegt, nachdem dort die Akutbehandlung abgeschlossen ist. Behandelt werden aber auch diejenigen Patienten, die alterstypische Krankheitsbilder wie Immobilität, Mangelernährung, Gebrechlichkeit, erhöhtes Sturzrisiko oder Verwirrtheitszustände aufweisen.

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Um die neue Abteilung in der geschlossenen Station 2 im Sockelgeschoss des Klinikums zu realisieren, waren nur wenige Umbauarbeiten notwendig.

Die ersten Fortbildungen starteten schon am Tag nach der Entscheidung. Geschäftsführer Bernd Runde lobte das Engagement der Meller Mitarbeiter: „Die Abteilung wurde in der kurzen Zeit von nur drei Monaten aufgebaut. Hier hat sich eine große Flexibilität der Mitarbeiter gezeigt, darauf können wir stolz sein.“


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