21.06.2012, 15:15 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Fünf Monate Bauzeit Stadt baut neue Wasserleitung zum Kreis Herford – Zwei Millionen Euro werden investiert

<p><em>Erster Spatenstich:</em> Thomas Arens (Baufirma), Jan Lütkemeyer, Luc Van de Walle (beide Betriebsausschuss), Stadtbaurat Malte Schönfeld, Klaus Leimbrock (Wasserwerk) und Bürgermeister André Berghegger. Foto: Michael Hengehold</p>

Erster Spatenstich: Thomas Arens (Baufirma), Jan Lütkemeyer, Luc Van de Walle (beide Betriebsausschuss), Stadtbaurat Malte Schönfeld, Klaus Leimbrock (Wasserwerk) und Bürgermeister André Berghegger. Foto: Michael Hengehold

Melle. Ein wirklich langer Sandhaufen wartete auf der Wöhrstraße (Buer-Wehringdorf) auf Vertreter aus Verwaltung und Politik. Dort fiel der Startschuss für den Bau einer Wasserleitung zwischen der Grenze am Kilverbach und Eicken-Bruche. 4,5 Kilometer wird die Verbindung mit 25 Zentimeter Durchmesser nach fünf Monaten Bauzeit aufweisen. Gut, dass die Herren lediglich zu einem symbolischen Spatenstich antreten mussten.

Zwei Millionen Euro investiert die Stadt in den Bau der Leitung, der zukünftig bei Spitzenverbräuchen etwa im Sommer eine besondere Aufgabe zukommt: die Versorgung zu sichern. Eigentlich ist die Stadt dank zwölf Brunnen in Sachen Wasser Eigenversorger. „Phasenweise wird jedoch im Sommer mehr gebraucht“, sei in den vergangenen Jahren festgestellt worden, sagte Bürgermeister André Berghegger. Diesen Mehrbedarf kann die neue Verbindung locker abdecken. Bis zu eine Million Kubikmeter (m3) transportiert sie zur Druckerhöhungsanlage nach Eicken, der jährliche Wasserverbrauch im Grönegau liegt bei zwei Millionen m3.

Gleichzeitig dient die Leitung als Notfallvorsorge. Zum Beispiel dann, „wenn ein oder mehrere Brunnen ausfallen“, erläuterte Stadtbaurat Malte Schönfeldt einer beachtlich großen Zahl von Medienvertretern.

Im Betriebsausschuss der Stadt war lange beraten worden, ob Wasser aus Herford oder Osnabrück zugekauft werden soll. Letztlich fiel die Entscheidung zugunsten des Wasserbeschaffungsverbandes Kreis Herford-West. Dabei ging es vor allem darum, welche technischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um das kühle Nass in den Grönegau zu transportieren. „Da die technischen Unterschiede klein sind, wurde den finanziellen Aspekten die größere Bedeutung beigemessen“, heißt es zu diesen baulichen Voraussetzungen in der Ausschussvorlage.

Die Leitung weist eine Länge von 5,4 Kilometern auf, viereinhalb davon liegen auf Meller Gebiet, einer in Nordrhein-Westfalen. Die Stadt hat sich verpflichtet, den Herfordern 300000 Kubikmeter jährlich abzunehmen, und das für 30 Jahre.


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