29.11.2016, 14:07 Uhr

Schornsteinbrand in Halen Feuerwehr Wersen: Schlimmeres verhindert


Lotte. Zu einem Schornsteinbrand an der Halener Straße wurde am Montagabend um 20.32 Uhr der Löschzug Wersen gerufen. Da wie jeden Montag auch gleichzeitig der Übungsabend stattfand, rückte der komplette Zug mit vier Fahrzeugen und 24 Kameraden zum Einsatzort aus.

Beim Eintreffen stellten die Kameraden heftigen Funkenflug aus dem Schornstein fest. Der Kamin im Erdgeschoss war an diesem Abend zum ersten Mal in dieser kalten Jahreszeit entzündet worden. „Sehr wahrscheinlich haben sich Laub und andere Ablagerungen im Schornstein entzündet“, vermutete Zugführer Stephan Läken. Bewohner der oberen Wohnung hatten den Brandgeruch wahrgenommen.

Hitze im Schornstein steigt

Zunächst räumten die Kameraden glühendes Brandgut aus der Kaminstelle und fuhren es in Schubkarren nach draußen, wo es gelöscht wurde. Unter Atemschutz mit Wärmebildkameras kontrollierten vier Feuerwehrkameraden die Hitzeentwicklung auf verschiedenen Etagen des großen Einfamilienhauses. 60 Grad am Schornstein stellten sie nach etwa 45 Minuten, 100 Grad nach ungefähr einer Stunde fest.

Zwischendecken kontrollieren

„Die größte Gefahr für eine Ausbreitung bestand nicht durch den Funkenflug oder die Rauchentwicklung, sondern durch den Anstieg der Temperatur im Laufe der nächsten zwei Stunden. Es müssen ständig die Zwischendecken kontrolliert werden, damit sich nichts Brennbares entzündet“, betonte Läken.

Mauerwerk beschädigt

Der hinzugerufene Schornsteinfeger stellte fest, dass im oberen Bereich des Schornsteins das Mauerwerk doch erheblichen Schaden genommen hatte. Der Schornstein sei daher nicht mehr zu benutzen. „Dadurch ist es auch schwer, jetzt schon eine Schadenssumme zu beziffern“, erklärte Einsatzleiter Stephan Läken.

Entwarnung

Im Verlauf des Abends fuhren sechs Kameraden zur Nachschau ein weiteres Mal zum Objekt, um an den markanten Stellen wiederholt die Temperaturentwicklung zu messen. „Hierbei konnte jedoch festgestellt werden, dass die Wärmestrahlung zurückging und somit keine Gefahr mehr bestand“, berichtete Läken am Dienstagmorgen. Gegen Mitternacht konnte die Freiwillige Feuerwehr ihren Dienst beenden.

Lob für Bewohner

Sehr gut hätten ein vorbeifahrender Autofahrer und die Bewohner durch umsichtiges Handeln und sofortige Alarmierung der Feuerwehr reagiert und somit früh das Ausbreiten eines Feuers verhindert. „Es war großes Glück, dass der Schornsteinbrand nicht zu einem Dachstuhlbrand ausgeartet ist!“


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