24.11.2016, 16:22 Uhr

Erfolgreicher erster Klima-Tisch Energiesparen schont auch Lotter Familienbudgets

Auch LED-Lampen helfen, den Stromverbrauch zu senken, wissen Marc-Philipp Nikolay (von links), Herbert Kreke und Rainer Lammers. Foto: Ursula HoltgreweAuch LED-Lampen helfen, den Stromverbrauch zu senken, wissen Marc-Philipp Nikolay (von links), Herbert Kreke und Rainer Lammers. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Erfolgreicher erster Klima-Tisch in Lotte: 40 Lotter Bürger – mehr als angemeldet – trafen sich im Haus Hehwerth zum Referat „Energiesparen zu Hause“. Mit diesem ersten öffentlichen Angebot war Lottes Klimamanager Marc-Philipp Nikolay durchaus zufrieden.

Lottes Bürgermeister Rainer Lammers trug sogar eine grüne Krawatte. Er begrüßte Lotter Bürger und Kommunalpolitiker sowie den Referenten Herbert Kreke. „Er berät für die Stadtwerke Osnabrück und wir haben ihn uns für einen Tag ausgeliehen“, berichtete Lammers schmunzelnd.

Weitere Themen für den Klima-Tisch geplant

Ein Bereich des Lotter Klimaschutzkonzepts sei das Energiesparen; weiterer wichtiger Schritt die Gründung des Klima-Tisches, an dem Bürger diskutieren und Ideen auf den Weg bringen können, betonte Lammers. Dass andere Themen, unter anderem zur energetischen Sanierung, folgten, erklärte Nikolay. Er bekräftigte: „Es ist mir ein großes Anliegen, das Bewusstsein für Klimaschutz zu schärfen.“

Klima- ist zugleich Umweltschutz

Klimaschutz ist gleichzeitig Umweltschutz, weil weniger Energieverbrauch geringeren Ausstoß von Kohlenmonoxyd bedeutet. Weitere Infos gibt es auf der neuen mit Westerkappeln erstellten Seite www.we-lo-klimaschutz.de .

Zum Thema Energiesparen hatte Herbert Kreke rund eineinhalb Stunden Tipps zusammengefasst. Vieles hatten die Besucher sicher schon mal gehört und erhielten nun eine Auffrischung und somit die Motivation, im eigenen Heim, Strom- und anderen Energiefressern den Garaus zu machen.

Energiefressern den Garaus machen

Wichtig nach der Anschaffung verbrauchsarmer Geräte, zum Beispiel Spül- und Waschmaschine, ist deren regelmäßige Pflege. Reinigen bei niedrigen Temperaturen kann Strom sparen, aber auch dazu führen, das sich Fett und Essensreste in den Ablaufschläuchen festsetzen. „Derartige Geräte sollten mit maximaler Temperatur einmal im Monat leer durchgespült werden, damit sich die Abflüsse nicht zusetzen. Das erhöht die Maschinenlebensdauer“, empfahl Kreke. Wenn man das nicht mache, könne es zum „Urlaubsinfarkt“ bei Geschirrspülern kommen, weil die Schläuche dicht werden. Er kenne einen Monteur, der sagt: „Vorm Urlaub sollte man eine heiße Nummer fahren“, gab Kreke zur Erheiterung aller wider.

LED-Leuchtmittel sparen bis zu 80 Prozent Strom

Dass beim Wechsel auf LED-Leuchtmittel bis zu 80 Prozent Stromverbrauch eingespart werden kann, betonte der Referent an anderer Stelle. Gleichwohl machte er darauf aufmerksam, dass nicht jedes Leuchtmittel bei Niedervoltanlagen funktionieren. Gleiches gelte auch für dimmbare Lampen und deren LED-Ersatz. „Das müssen Sie ausprobieren“, riet Kreke.

Stromfreser Umwälzpumpe der Heizung

Der Jahreszeit angepasst gab es auch viele Tipps fürs Heizen in der Winterzeit. Der Stromfresser schlechthin bei alten Heizungsanlagen ist die Umwälzpumpe. „Eine alte kann der größte Verbraucher bei Ihnen zu Hause sein. Neue brauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom. Ein Austausch kann sich in drei bis fünf Jahren amortisieren“, errechnete der Fachmann.

Der Heizenergieverbrauch ist abhängig von Dämmung, Ausstattung und Heiztechnik. „Besser als Fenster auf Dauerkipp, ist einige Minuten lang das Stoß- und Querlüften mit offenen Fensterflügeln mehrmals am Tag. Schauen sie nach versteckten Dauerlüftern, wie offenen Kellerfenstern und Dachbodenluken“, lauteten weitere Tipps.

Trockene Luft lässt Temperatur kühler wirken

Beachtet werden sollte, so der Referent, dass sich bei Temperaturen unter 17 Grad Luftfeuchtigkeit an Wänden niederschlägt, sodass bei unzureichendem Lüften die Gefahr von Schimmelbildung steigt. Andererseits sei in der Heizperiode im Wohnzimmer mit 20 bis 22 Grad eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent sinnvoll gegen trockene Schleimhäute der Atemwege. Geringere Luftfeuchtigkeit spiegele weiterhin vor, dass es im Raum kühler ist, als es das Thermometer anzeige. „Aber jedes Grad mehr erhöht auch Ihre Energiekosten um einige Prozent“, hob Kreke heraus.

Mehr Tipps gibt es bei Marc-Philipp Nikolay, Tel.: 05404/88940.


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