20.12.2012, 12:18 Uhr zuletzt aktualisiert vor

„Schule alle Ehre gemacht“ Osnabrücker Gymnasiasten als Nachwuchsmanager bei Elster Kromschröder

<em>Die Jungmanager </em> mit ihren Tutoren (von rechts) Volker Lotze-Ullrich vom Unternehmen Elster, Seminarleiter Steffen Vogt und Oberstufen-Koordinator Uwe Bolz vom Graf-Stauffenberg Gymnasium. Foto: Erna BergDie Jungmanager mit ihren Tutoren (von rechts) Volker Lotze-Ullrich vom Unternehmen Elster, Seminarleiter Steffen Vogt und Oberstufen-Koordinator Uwe Bolz vom Graf-Stauffenberg Gymnasium. Foto: Erna Berg

Lotte. Drei miteinander konkurrierende Unternehmensvorstände mit nationalen und internationalen Wirtschaftsbeziehungen waren fünf Tage lang Gäste bei der Firma Elster Kromschröder in Büren. Sie planten und entschieden über Fertigung, Einkauf und Personal, verhandelten Tarife aus und kalkulierten Preise. Doch alles war nur fiktiv, denn die Schüler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums Osnabrück nahmen teil am computergestützten Planspiel „Management Information Game“ (MIG), das schon zum vierten Mal bei Elster stattfand.

Die Agentur für Arbeit fördert das Projekt „MIG“ als Maßnahme der beruflichen Orientierung. Das gastgebende Unternehmen wurde von regionalen Firmen unterstützt. Organisatorin Birgit Tovar bedankte sich bei Elster und Kromschröder sowie den Fachreferenten.

Steffen Vogt von der Akademie Schule & Wirtschaft im Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) leitete das fünftägige, vom Industriellen Arbeitgeberverband organisierte Seminar. „Die jungen Leute haben ihrer Schule alle Ehre gemacht, viel nachgefragt und viel Hintergrundwissen mitgebracht“, lobte er.

Als Tutoren unterrichteten unter anderen Volker Lotze-Ullrich, Basak Ersen und Michael Rehkamp aus dem Elster-Unternehmen. Am ersten Tag der Wirtschaftswoche wurden die Unternehmensziele festgelegt. Die Jungunternehmer erhielten Informationen zu Bilanz- und Erfolgsrechnung, Gewinn und Liquidität, Personalwesen und betriebliche Mitbestimmung, Marketing und zu Grundlagen der Sozialversicherung. Eilmeldungen wie Luftverschmutzungszertifikate, Dollarschwäche und Steuerprüfer machten ihnen das Managerleben noch schwerer. „Da konnte es schon mal zu unbeabsichtigten Steuerhinterziehungen kommen“, schmunzelte Vogt.

Vor der Organisation der Hauptversammlung unterbrach eine interessante Betriebsführung mit Azubis des Unternehmens die Theorieblöcke der zehnstündigen Unternehmeralltage.

Am Donnerstagabend stellten die Teilnehmer ihr Produkt und ihre Vermarktungsstrategie rund 20 Vertretern der Wirtschaft vor, die als „Einkäufer“ und Jury fungierten. Zehn Minuten Präsentation, zehn Minuten Kritik und Hinterfragen mit augenzwinkernder Ernsthaftigkeit. Die „Veco-AG“, „EKS“ und „Smarketing“ konkurrierten eindrucksvoll mit ihren innovativen Toastern. „Retro“ sei in, meinte die eine Gruppe, die andere bot den „Panster“ an, der zusätzlich kleine Pfannkuchen garen und für ein stressfreies Frühstückserlebnis sorgen soll. Der Dritte war an Kreativität kaum zu toppen: Er soll drei Brotscheiben gleichzeitig toasten und danach automatisch mit drei verschiedenen Aufstrichen beschmieren, nur leider nicht mit grober Landleberwurst, wie ein Einkäufer es gerne gehabt hätte. Die Konstruktionspläne wurden den Gästen vorgestellt, dürfen aber noch nicht veröffentlicht werden – damit die Konkurrenz sie nicht in die Hände bekommt, bevor die zukünftigen Jungunternehmer sie selbst vermarkten können.


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