19.04.2017, 12:32 Uhr

„Staat muss sich wehrhaft zeigen“ Stegemann in Lingen: Hohe Zahl der Einbrüche verunsichert

Über Sicherheit, Ärztmangel und Rente diskutierten (von links) Gundula Zieschang, Albert Stegemann, Werner Thele und Johannes Ripperda. Foto: Büro StegemannÜber Sicherheit, Ärztmangel und Rente diskutierten (von links) Gundula Zieschang, Albert Stegemann, Werner Thele und Johannes Ripperda. Foto: Büro Stegemann

Lingen. Die soziale und innere Sicherheit hat im Mittelpunkt einer Diskussion von Mitgliedern der Senioren-Union sowie des evangelischen Arbeitskreises in Lingen mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann in Lingen gestanden. Das hat Stegemanns Berliner Büro mitgeteilt.

„Gerade bei Einbrüchen muss sich der Staat stark und wehrhaft zeigen. Sonst führt Rechtslosigkeit zu Ratlosigkeit“, unterstrich Stegemann in diesem Zusammenhang. Gundula Zieschang, Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU im Kreisverband Lingen, betonte, dass es den knapp 30 Gästen im Konrad-Adenauer-Haus in Lingen vor allem um mehr Verlässlichkeit und Sicherheit gehe.

Ein Jahr Haft für Einbrecher?

Um dieser Erwartung gerecht zu werden, wird der Bundestag laut Stegemann in den kommenden Wochen der inneren Sicherheit in den Fokus ihrer Arbeit rücken. „Gerade die hohe Zahl an Einbrüchen verunsichert die Menschen. Daher wollen wir Einbrüche künftig mit einem Jahr Freiheitsstrafe ahnden.“ Dies ermögliche bessere Ermittlungen und soll die tatsächliche und gefühlte Sicherheit aller Bürger verbessern.

Ärztemangel ein Problem

Ein großes Problem stelle zudem die sinkende Zahl an Ärzten auf dem Land dar. Daher hatten sich Bund und Länder Ende März auf den „Masterplan Medizinstudium 2020“ verständigt. Laut Stegemann sollen die Länder die Möglichkeit einer Landarztquote erhalten. Gleichwohl waren sich alle Teilnehmer der Diskussion einig, dass weitere Kraftanstrengungen nötig seien, um die medizinische Versorgung sicherzustellen.

Sorgen um die Rente

Werner Thele als stellvertretender Vorsitzender der Senioren-Union brachte zudem die Sorgen über die künftige Rente zum Ausdruck. Das heutige Umlageverfahren bei der gesetzlichen Rentenversicherung wurde mit der großen Rentenreform 1957 geschaffen. Seitdem bezahlen die heutigen Arbeitnehmer die heutigen Rentner. „Auf Grund des Rückgangs der Kinderzahlen und der längeren Rentenbezugsdauer fehlt uns heute allerdings ein Drittel aller Beitragszahler.“

Wirtschaft wichtig für auskömmliches Leben

Für Stegemann sei daher klar, dass das Wichtigste für ein auskömmliches Leben im Alter die gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bleibe. Aktuell würden die Rentner von der guten wirtschaftlichen Entwicklung profitieren. So steigen die Renten Anfang Juli erneut. Insgesamt seien die Renten damit seit der letzten Bundestagswahl um zwölf Prozent gestiegen.


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