Ein Bild von Thomas Pertz
18.04.2017, 18:31 Uhr ZUR NAHVERSORGUNG IN LINGEN-BRAMSCHE

Auch die Bürger entscheiden mit

Kommentar von Thomas Pertz

Die Nahversorgung im Lingener Ortsteil Bramsche auch in Zukunft zu sichern, ist das Anliegen von Rat und Verwaltung der Stadt. Foto: Thomas PertzDie Nahversorgung im Lingener Ortsteil Bramsche auch in Zukunft zu sichern, ist das Anliegen von Rat und Verwaltung der Stadt. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Die Nahversorgung im Dorf zu erhalten, ist mitunter schwierig. Aber es klappt, wenn die Akteure die Entwicklung nicht nur beobachten, sondern beeinflussen. Ein Kommentar.

Verschwindet der Laden im Dorf, kann dies der erste Dominostein sein, der die örtliche Infrastruktur ins Wanken bringt. So weit muss es aber nicht kommen, wenn rechtzeitig gehandelt wird. Wie im Lingener Ortsteil Bramsche.

Der Erwerb der Immobilie an der Mundersumer Straße war die Voraussetzung dafür, dass das Lebensmittelangebot unter neuer Flagge erhalten bleibt. Ebenso wie der Parkplatz für die Feuerwehr, der Friseur und die Gaststätte, die als Treffpunkt für junge Leute auch eine sozial-integrative Funktion hat.

Ein privater Investor hätte aus dem ganzen Areal auch Wohnungen und Büros machen können - vorbei wäre es gewesen mit dem Einkauf und den anderen Angeboten. Positiv auch, dass die Wirtschaftsförderer der Stadt Lingen zusätzliche Fördergelder beim Kreis haben akquirieren können, die in die Sanierung des Ladenlokals flossen.

Also alles gut? Ja, solange die Bürger vor Ort das Angebot auch weiterhin annehmen. Dies gilt ebenso für ähnliche Geschäfte in anderen kleinen Gemeinden wie Schapen und Lünne zum Beispiel. Wer nur die beim Discounter-Besuch vergessene Milchtüte im Dorf kauft, darf sich nicht wundern, irgendwann dort vor verschlossenen Türen zu stehen.


Der Artikel zum Kommentar

0 Kommentare