01.12.2016, 18:20 Uhr

In der Fußgängerzone Wunderheilerinnen erschwindeln in Lingen hohen Geldbetrag

Die Polizei sucht Zeugen, die den Vorfall am 15. November im Bereich der Marienstraße in Lingen beobachtet haben könnten. Symbolfoto: Michael GründelDie Polizei sucht Zeugen, die den Vorfall am 15. November im Bereich der Marienstraße in Lingen beobachtet haben könnten. Symbolfoto: Michael Gründel

dgt/pm Lingen. Zwei angebliche Wunderheilerinnen haben in der Lingener Fußgängerzone ihr Unwesen getrieben. Sie erbeuteten dabei von einer 65-jährigen Frau einen hohen Geldbetrag.

Wie die Polizei am Donnerstagabend berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits am Dienstag, 15. November. Die beiden bislang unbekannten Frauen hatten die Geschädigte in der Marienstraße angesprochen und redeten ihr mit geschickter Gesprächsführung glaubhaft eine mögliche Krankheit ein. Das Gespräch wurde in russischer Sprache geführt.

Das Einreden auf die Seniorin und weitere Anweisungen, die die Frau in ihrer irrigen Annahme befolgte, zogen sich über knapp drei Stunden im Innenstadtbereich hin. Im Glauben, von einem Fluch besessen zu sein, händigte die 65-Jährige einer Täterin ihre Ersparnisse aus. Dabei handelt es sich um einen höheren Geldbetrag, von dem sie sich eine Reinigung erhoffte.

Russisch-Stämmig

Bei den Täterinnen soll es sich um zwei russische Frauen handeln, die sich nach der Geldübergabe entfernten. Eine der Frauen wird auf etwa 70 Jahre geschätzt. Sie trug eine helle Baskenmütze und war 1,55 bis 1,60 Meter groß. Die jüngere Täterin soll etwa 45 Jahre alt gewesen sein. Sie war etwas größer als die ältere Täterin und von kräftiger Statur. Sie wird mit dunkelblonden gesträhnten und nackenlangen Haaren beschrieben. Ob es sich um Mutter und Tochter handelt, ist bislang unklar.

Die Polizei weist darauf hin, dass es sich um ein bekanntes Tatphänomen handelt. Auch wenn der Tathergang an sich jedes Mal sehr schwer nachzuvollziehen ist, sollte man von Vorwürfen gegen die meist älteren Geschädigten deutlich Abstand nehmen, rät die Polizei. Durch psychologische und oft dominante Gesprächsführung gelingt es den überwiegend russisch sprechenden Täterinnen, das Vertrauen ihrer zumeist gleichaltrigen Opfer zu erschleichen.

Wer Hinweise zu der Tat geben kann, meldet sich bei der Polizei Lingen unter Telefon 0591/870.


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