01.12.2016, 15:25 Uhr

Großkontrolle auf A30 und A31 Polizei jagt Einbrecher und schnappt Drogenschmuggler

1000 Autofahrer wurden auf der A30 bei Bad Bentheim und der A31 bei Weener überprüft. Einbrecher gingen der Polizei nicht ins Netz. Foto: Mausch1000 Autofahrer wurden auf der A30 bei Bad Bentheim und der A31 bei Weener überprüft. Einbrecher gingen der Polizei nicht ins Netz. Foto: Mausch 

BadBentheim/Leer. Deutschland, Belgien und die Niederlande wollen gegen Kriminaltouristen aus Südosteuropa vorgehen. Am Mittwoch gab es erstmals eine grenzübergreifende Polizeikontrolle. Beinahe 1000 Autofahrer wurden auf der A30 bei Bad Bentheim und der A31 bei Weener überprüft. Einbrecher gingen der Polizei nicht ins Netz – dafür etwas anderes.

Insgesamt 2369 Taten verzeichnete die Polizeidirektion Osnabrück im Jahr 2015 – ein Anstieg um 19 Prozent. Und auch in den ersten neun Monaten von 2016 sieht es nicht positiver aus: 2057 Einbrüche – 13,65 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Damit sich das künftig ändert, wurde im Oktober in der sogenannten „Aachener Erklärung“ eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit beschlossen und von den Innenministern von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen unterzeichnet.

Einbrecher gingen der Polizei nicht ins Netz

Am Mittwoch gab es den ersten gemeinsamen grenzüberschreitenden Fahndungs- und Kontrolltag im Westen Niedersachsens seit der Unterzeichnung dieser Erklärung. 110 Polizeikräfte waren im Einsatz, um auf der A30 bei Bad Bentheim nahe der niederländischen Grenze sowie auf der A31 bei Weener Autofahrer zu kontrollieren. Insgesamt 600 Fahrzeuge und 925 Personen wurden überprüft. (Weiterlesen: Großeinsatz der Polizei gegen Einbrecher in der Region)

Trotz der starken Polizeipräsenz konnten zwar keine Einbrecher festgenommen werden, dennoch wird der Druck durch solche Aktionen auf Straftäter erhöht und potenzielle Täter abgeschreckt, so die Polizei.

Im Ergebnis stellte Sarah Gebbiken, Pressesprecherin der Polizeidirektion Osnabrück, fest: „Großkontrollen wie die gestrige, liefern einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr und bringen uns zudem neue ermittlungsrelevante Informationen im Kampf gegen überregionale mobile Täterbanden und deren Strukturen.“

27 Verstöße im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln

An beiden Kontrollstellen wurden sechs Blutproben entnommen, weil die Fahrzeugführer im Verdacht stehen, unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren zu sein. Auch Drogenspürhunde kamen zum Einsatz und erschnüffelten kleinere Mengen an Betäubungsmitteln. Insgesamt stellten die Beamten 27 Verstöße im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln fest. Auch vier Fahrzeugführer könnten gestoppt werden, die keine gültige Fahrerlaubnis besaßen. Nicht nur, dass sie jetzt für einige Zeit kein Fahrzeug mehr bewegen dürfen, wird zusätzlich noch ein Strafverfahren auf sie zukommen. Insgesamt fertigten die eingesetzten Kräfte 45 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen und acht Strafanzeigen.


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