30.11.2016, 18:00 Uhr

Sanierung soll ab März weitergehen Winterpause: Keine Baustelle auf der Lingener Umgehung


Lingen. Der Verkehr auf der Lingener Umgehungsstraße im Bereich des Laxtener Sandes und der Rastplätze dort rollt wieder. Die Sanierungsarbeiten sind in diesem Abschnitt abgeschlossen. Aber nicht nur deshalb ist Klaus Haberland zufrieden. „Ein sehr erfolgreiches Jahr geht zu Ende“, betonte der Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Geschäftsbereich Lingen im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Landesbehörde ist mit rund 3500 Beschäftigten unter anderem für Planung, Bau und Betrieb von Bundesfern- und Landesstraßen in Niedersachsen zuständig. Der Verantwortungsbereich von Haberland und seiner Behörde umfasst die Landkreise Emsland, Grafschaft Bentheim und Cloppenburg und dort über 1600 Kilometer Straße. Anfang 2016 waren seinem Geschäftsbereich nach Angaben Haberlands 42 Millionen Euro für Projekte zur Unterhaltung und Instandsetzung in Aussicht gestellt worden, über 50 Millionen sind es am Ende geworden.

In der Stadt Lingen lag der Schwerpunkt der Arbeiten auf die Sanierung der Umgehungsstraße zwischen Biene und der Auffahrt zur L40 an der Schüttorfer Straße, die in mehreren Abschnitten erfolgte und auch noch nicht abgeschlossen ist. Haberland und sein Team sind dabei in enger Absprache mit den bauausführenden Firmen bemüht, die Zunahme der Verkehrsbelastung für die Lingener Innenstadt so gering wie möglich zu halten. So wurde im April beim ersten Bauabschnitt von der Auffahrt B213 bis zur Kanalbrücke, die eine Vollsperrung notwendig machte, an zwei Wochenenden durchgearbeitet: Jeweils freitags zwischen 16 Uhr und sonntags 22 Uhr erfolgte das Abfräsen der alten und das Auftragen der neuen Deckschicht mit anschließenden Markierungsarbeiten.

Im Frühsommer sollte dann der zweite Bauabschnitt zwischen der Auffahrt B213 und dem Parkplatz Laxtener Sand folgen. Hier sind die Schäden nach Angaben Haberlands allerdings größer, als angenommen. Deshalb wird diese Maßnahme voraussichtlich auf das Jahr 2018 verschoben. Abgeschlossen ist der dritte Abschnitt, der zwischen Juli und September die Kanalbrücke bei Biene bis zum Parkplatz Speicherbecken umfasste.

Daran schloss sich nahtlos der vierte und letzte Abschnitt an, der zwischen Laxtener Sand und der Auffahrt zur L40 (Schüttorfer Straße) liegt. Das Teilstück ist etwas mehr als vier Kilometer lang. Um es nicht komplett sperren zu müssen, wurde die Umgehungsstraße vor der eigentlichen Baumaßnahme auf beiden Seiten geringfügig verbreitert. Dadurch wird zumindest eine einspurige Verkehrsführung möglich. Wie Kathrin Hoffrogge, Projektleiterin im Fachbereich Bau, ergänzte, folgt nach Abschluss der Straßensanierung im Bereich des Laxtener Sandes und der Rastplätze im März nächsten Jahres die weiteren Arbeiten bis zur Auffahrt an der L40/Schüttorfer Straße. Eine komplette Sperrung dieses Abschnitts der Umgehung hätte den Zeitraum der Arbeiten zwar weiter verkürzt, aber noch mehr Verkehr in die Lingener Innenstadt umgeleitet. In Nordhorn, wo derzeit auch an der Umgehungsstraße gearbeitet werde, sei dies etwas einfacher, sagte Haberland. Dort sei eine Umleitung über den Stadtring und die Euregiostraße möglich, so der Ingenieur.

Nach Abschluss der Arbeiten auf der Lingener Umgehungsstraße wird, was größere Baustellen dort anbelangt, erst einmal für einen längeren Zeitraum Ruhe sein. Projektleiterin Hoffrogge geht von einer „Lebensdauer“ von 15 bis 20 Jahren aus, da auch die tieferen Schichten erneuert worden seien. Künftige Ausbesserungsarbeiten würden sich auf die Deckschicht beziehen. Solche Arbeiten seien schneller erledigt, so Haberland.

Bundesmittel für den Straßenbau stehen seinen Worten zufolge auch 2017 in erheblichem Maße zur Verfügung. Anders sehe es bei den Landesmitteln aus. Ein Problem bei der Planung und Fertigstellung von Projekten und Landesstraßen sei inzwischen der Fachkräftemangel. So fehle es oft an Ingenieuren. Haberland begrüßte deshalb eine Initiative der Landesbehörde zur Nachwuchsgewinnung bei der Straßenbauverwaltung. Was die Arbeiten vor Ort anbelangt, lobte der Leitende Baudirektor die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Lingener Unternehmen Mainka.

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