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22.11.2016, 17:45 Uhr KOMMENTAR: NAME UND SPONSOR EIN PROBLEM

Keine guten Signale bei Neugründung des RB Lingen

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Das Emslandstadion an der Lingener Teichstraße. Foto: Wilfried RoggendorfDas Emslandstadion an der Lingener Teichstraße. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Ein neuer, aber belasteter Vereinsname, und ein Sponsor, der für das Auf und Ab des TuS Lingen steht – das sind keine guten Vorzeichen zum Start des Rasenballsportvereins (RB) Lingen, meint unser Kommentator.

Dass sich der Nachfolgeverein des TuS ausgerechnet RB Lingen nennt, weckt bei vielen Fußballfans Assoziationen zu RB Leipzig – dem Verein, dem es mit sehr viel Geld von Hauptsponsor Red Bull gelungen ist, aktuell Tabellenführer der Fußballbundesliga zu sein. Deshalb ist RB Leipzig bei vielen unbeliebt. So könnte es auch RB Lingen gehen, zumal ja der TuS Lingen Jahrzehnte am finanziellen Tropf eines Lingener Unternehmers hing.

Sich auf diesen, der mit den Erfolgen, aber auch mit den Misserfolgen des TuS Lingen in Verbindung gebracht wird, jetzt als Hauptsponsor des neuen Vereins zu verlassen und ihn sogar in den Beirat des RB Lingen zu wählen, ist mehr als unglücklich.

Denn: Es entsteht der Eindruck, dass durch die Insolvenz die Schulden des TuS Lingen zwar weg sind, beim RB Lingen aber anstatt eines wirklichen Neuanfangs nur ein „Weiter so wie bisher“ betrieben wird.


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