21.11.2016, 18:30 Uhr

LWT weist Kritik zurück Lingens OB Krone: Weihnachten kann kommen

Zu der Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Lingen zählt auch das traditionelle Anstoßen mit Glühwein. Foto: Jessica LehbrinkZu der Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Lingen zählt auch das traditionelle Anstoßen mit Glühwein. Foto: Jessica Lehbrink

Lingen. Der Geschäftsführer von Lingen Wirtschaft und Tourismus (LWT), Marko Schnitker, hat die Kritik des Vorsitzenden der Bürgernahen-Fraktion im Stadtrat, Robert Koop, am Lingener Weihnachtsmarkt zurückgewiesen.

Koop hatte diese in seinem Online-Blog als „Glühweinkirmes“ bezeichnet, „weil täglich der Getränkekonsum und keineswegs Weihnachten im Mittelpunkt dieses Events“ stehe. Auch habe der LWT als Veranstalter „mal eben die Standmieten deutlich erhöht“, so Koop. Die Rede sei von einem Drittel.

LWT: Das Gegenteil ist der Fall

„Das ist schlichtweg falsch“, sagte Schnitker am Montag auf Anfrage der Redaktion. Das Gegenteil sei der Fall. Wichtig sei in diesem Zusammenhang die Unterscheidung „kommerziell“ und „gemeinnützig“: Ein kommerzieller Kunsthandwerks-Anbieter zahle am Wochenende 60 Euro pro Tag und in der Woche 20 Euro pro Tag, maximal aber 100 Euro. Ein gemeinnütziger Verein, der ebenfalls Kunsthandwerk anbietet, zahlt nach Angaben von Schnitker am Wochenende 20 Euro pro Tag, in der Woche zehn Euro pro Tag und maximal 50 Euro.

Mehr Miete bei kommerziellen Anbietern

„Was wir erhöht haben, und zwar ganz bewusst, ist die Standmiete für kommerzielle Anbieter von Glühwein und die Imbissbetriebe“, sagte der LWT-Geschäftsführer. Hier erhöhe sich die Miete von 4,50 auf fünf Euro pro Quadratmeter und Tag bei den Glühweinanbietern und von 3,50 auf vier Euro pro Quadratmeter und Tag bei den Imbissbetrieben. Die Erhöhung sei der Tatsache geschuldet, dass hier seit Jahren keine Anpassung erfolgt sei. Außerdem diene die Erhöhung als Steuerungsinstrument, damit sich die Zahl solcher Anbieter auf dem Marktplatz nicht weiter erhöhe. Insgesamt befinden sich dort nach seinen Angaben 40 Weihnachtsbuden. Sieben davon bieten Kunsthandwerk zum Verkauf an.

Defizit von 102.000 Euro

Besonderer Anziehungspunkt wird auch in diesem Jahr die Eislaufbahn sein, „die größte im Emsland“, wie Schnitker betonte. Der LWT-Geschäftsführer verwies darauf, dass sich erneut wieder Sponsoren an der Mitfinanzierung beteiligt hätten. Schnitker hoffte auf kühles Wetter in den nächsten Tagen, da angesichts der aktuell milden Temperaturen die Kühlaggregate auf Hochtouren laufen und entsprechende Energiekosten verursachen. Abzüglich aller Einnahmen musste LWT im vergangenen Jahr für den Weihnachtsmarkt nach Angaben Schnitkers ein Defizit von 102.000 Euro abdecken.

Krone: Weihnachten steht vor der Tür

Am Montagabend hat Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone den Weihnachtsmarkt eröffnet. „Auch wenn die milden Temperaturen es nicht vermuten lassen – Weihnachten steht vor der Tür.“ Ab Donnerstag, so der Oberbürgermeister, solle es dann auch kälter werden, sodass der Glühwein dann doppelt so gut schmecke. Nicht nur das schöne Ambiente des Weihnachtsmarktes lade zum Verweilen ein. Auch Aktionen, ein Kunsthandwerkermarkt am ersten Advent, musikalische Darbietungen, ein Weihnachtsmann für die kleinen Besucher und der Winterzauber vom 2. bis zum 4. Dezember sollen die Lingener und ihre Gäste in Weihnachtsstimmung versetzen. Krones besonderer Dank galt dem LWT Lingen sowie den ehrenamtlichen Helfern, die einmal mehr dafür gesorgt hätt, dass der Marktplatz in stimmungsvollem Glanz erleuchte. „Weihnachten kann kommen“, sagte Krone.

Weihnachtsmann wünscht nur eines: Friede

Der Meinung ist auch der Weihnachtsmann. Alles, was er den Besuchern wünsche, lasse sich in einem Wort zusammenfassen: Friede. Denn dies könne jeder für sich in Anspruch nehmen. „Denken Sie in diesem Jahr einmal daran. Friede fängt bei mir an.“

Der Lingener Weihnachtsmarkt hat seine Pforten bis zum 23. Dezember für Besucher geöffnet.

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