17.11.2016, 12:05 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Nur Sachschaden Feuerwehr löscht Feuer im Bonifatius-Hospital in Lingen


fxr/slx Lingen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr hat am Donnerstagmittag erfolgreich ein Feuer im Blockheizkraftwerk des Bonifatius-Hospitals in Lingen bekämpft. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Notaufnahme, der OP-Bereich und zwei Stationen evakuiert werden. Personen wurde nicht verletzt. Schadenshöhe und Brandursache sind noch unbekannt.

Die um 11.52 Uhr alarmierte Feuerwehr hatte den Brand mit Löschschaum schnell unter Kontrolle. Im Einsatz waren laut Feuerwehr-Sprecher Daniel Herbers sämtliche verfügbaren Einsatzkräfte der Feuerwehr Lingen sowie der Ortsfeuerwehren aus Bramsche und Holthausen — insgesamt mehr als 70 Mann.

Stark verqualmt

Das Betreten des sehr stark verqualmten Gebäudes, in dessen Keller laut Polizei rund 1000 Liter Heizöl gelagert werden, war nur mit Atemschutzgeräten möglich. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht und Glutnester hinter Wandverkleidungen unschädlich gemacht hatte, wurde versucht, das Gebäude möglichst schnell rauchfrei zu machen. „Die Arbeit war intensiv“, sagte Herbers.

Ursache wird untersucht

Die Höhe des Schadens sowie die Brandursache sind noch nicht bekannt. Möglicherweise hänge das Feuer mit Wartungsarbeiten am Blockheizkraftwerk zusammen, sagte der Geschäftsführer des Bonifatius-Hospitals, Martin Diek. Das müsse allerdings noch geklärt werden.

Notaufnahme geschlossen

Bis zur Wiederfreigabe fahren Rettungswagen die Krankenhäuser in Thuine und Meppen an. Patienten, die zu Fuß in die Notaufnahme kommen, werden laut Diek in anderen Bereichen des Krankenhauses versorgt, für Notoperationen das Zentrum für ambulantes Operieren genutzt. Der übrige Betrieb geht laut Diek weiter, der Ausfall des Blockheizkraftwerkes habe keine Auswirkungen.

OPs in Mitleidenschaft gezogen

Die OPs wurden in Mitleidenschaft gezogen, da durch die Klimaanlage Qualm in die Räume gelangte. Keine Operation habe abgebrochen werden müssen, so Diek. Für den weiteren Verlauf des Tages geplante Eingriffe wurden verschoben.

„Gute Zusammenarbeit“

Patienten und Mitarbeiter des Krankenhauses waren nach den Worten Dieks zu keiner Zeit gefährdet. Sowohl Diek als auch Herbers und Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen lobten noch vor Ort die gute Zusammenarbeit aller Rettungskräfte und Krankenhausmitarbeiter bei der Räumung der Stationen mit 70 Patienten.

Sperrung

Die Wilhelmstraße entlang des Krankenhauses war für mehrere Stunde gesperrt. Die Polizei hatte via Twitter gebeten, den Bereich zu umfahren.


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