15.11.2016, 10:52 Uhr

Mitglied der Volksbank Lingen Kalle Pott ist Bank-„Eigentümer“ mit sechs Monaten

Das 20.000. Mitglied bei der Volksbank Lingen heißt Kalle Pott. Ihn und seine Familie hatten Vertreter der Volksbank in die Filiale Stadtmitte eingeladen: (von links) Ingo Jansen (Filialleiter der Volksbank in Altenlingen), Carsten Schmees (Vorstand), Laurenz Pott mit Lasse, Mitgliederbeauftragte Ute Hartwig, Anja Pott mit Kalle und Jürgen Hölscher (Vorstand).Das 20.000. Mitglied bei der Volksbank Lingen heißt Kalle Pott. Ihn und seine Familie hatten Vertreter der Volksbank in die Filiale Stadtmitte eingeladen: (von links) Ingo Jansen (Filialleiter der Volksbank in Altenlingen), Carsten Schmees (Vorstand), Laurenz Pott mit Lasse, Mitgliederbeauftragte Ute Hartwig, Anja Pott mit Kalle und Jürgen Hölscher (Vorstand).

Lingen. Kalle Pott, gerade sechs Monate alt, hat im Mittelpunkt einer kleinen Feier bei der Volksbank in Lingen gestanden. Der kleine Altenlingener ist das 20.000. Mitglied der Bank.

Grund genug für Jürgen Hölscher und Carsten Schmees vom Vorstand, Kalle mit seinen Eltern Anja und Laurenz Pott und den zweijährigen Bruder Lasse in die Filiale Stadtmitte einzuladen. Ebenfalls mit in der Runde waren Mitgliederbeauftragte Ute Hartwig und Ingo Jansen, Filialleiter der Volksbank in Altenlingen.

Lange Tradition

Hölscher freute sich darüber, dass ausgerechnet jemand aus der Altenlingener Familie Pott als 20.000. Mitglied begrüßt werden könne, sei doch die Familie aus langer Tradition mit der Volksbank verbunden. Er verwies darauf, dass der Urgroßvater von Pott im Aufsichtsrat der Bank mitgewirkt habe.

Die feiert im Jahr 2018 ihr 125-jähriges Bestehen. Hölscher erinnerte an das Gründungsdatum am 21. Juni 1893 und die damalige Zusammenkunft von 26 Lingener Bürgern: „Wenn wir nun, 123 Jahre später, bereits 20.000 Mitglieder haben, dann war die Idee der 26 von damals gar nicht so schlecht.“

Durch Anteile „Eigentümer“ werden

In den vergangenen fünf Jahren haben sich nach Angaben der Bank durchschnittlich 1100 Bürger pro Jahr entschieden, Anteile zu erwerben und somit „Eigentümer“ der Volksbank zu werden. Mitglieder können maximal fünf Geschäftsanteile zum Gesamtwert von 750 Euro erwerben. Damit verbunden ist derzeit eine Dividende von sechs Prozent. Insgesamt zahlte die Volksbank 2015 eine Dividende von 770.000 Euro an ihre Mitglieder aus.

Genossenschaftsmodell bewährt sich

Neben dieser Dividende gebe es aber viele andere gute Gründe für eine Mitgliedschaft, hoben Hölscher und Schmees hervor. Die Bank werde durch ihre Mitglieder getragen. Diese bestimmten in der Vertreterversammlung und im Aufsichtsrat die Geschäftspolitik der Bank mit. „Wenn es dieses Genossenschaftsmodell nicht geben würde, müsste man es erfinden, da es viele Bürger hinter einer Idee vereint“, sagte Schmees. Anders als bei Kapitalgesellschaften hat hier jedes Mitglied das gleiche Stimmrecht, unabhängig von seinem Kapitaleinsatz.

Kalle Pott nahm dies alles in der Kaffee- und Kuchenrunde eher desinteressiert zur Kenntnis. Was ihm niemand übel nahm. Im Alter von sechs Monaten liegen die Interessen eben woanders und sind vor allem auf den Blickkontakt Richtung Eltern ausgerichtet. Das passt dann auch recht gut zum Geschenk der Volksbank für den Kleinen: ein Fotoshooting im Wert von 500 Euro für die ganze Familie.

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