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19.10.2016, 17:58 Uhr NICHTS IST UNVERÄNDERLICH

Politischer Wille ist entscheidend für Altenlingener Forst

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Pläne aufzustellen, zu verändern oder aufzuheben: Immer ist dies mit viel Aufwand verbunden. Foto: Wilfried RoggendorfPläne aufzustellen, zu verändern oder aufzuheben: Immer ist dies mit viel Aufwand verbunden. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Auch mit einem Flächennutzungsplan wäre der Bestand des Altenlingener Forstes nicht sicherer als jetzt, meint unser Kommentator.

Es besteht politischer Konsens, den Altenlingener Forst nicht über die Erweiterungspläne der BP-Raffinerie hinaus anzupacken. Und es ist nicht zu erwarten, dass sich dies in absehbarer Zeit ändert.

Natürlich könnte die Stadt jetzt die Forderung der Bürgerinitiative „Pro Altenlingener Forst“ erfüllen, den Flächennutzungsplan der Stadt Lingen ändern und darin den Bestand des Waldes festschreiben. Doch was würde dies bedeuten: Aufstellungsbeschluss samt Anhörung aller Beteiligten, Auslegungs- und schließlich Feststellungsbeschluss – ein Verfahren, das Zeit und Geld kostet.

Und welche Sicherheit für den Bestand des Waldes würde der Flächennutzungsplan bieten, falls der politische Konsens, ihn nicht anzutasten, doch einmal zerbricht? Keine. Denn der Rat und seine Gremien könnten ihn in einem genauso aufwendigen Verfahren, mit dem sie ihn erstellt hätten, auch einmal wieder ganz oder teilweise aufheben oder wieder verändern.

Entscheidend für die langfristige Zukunft des Waldgebietes sind nicht Pläne, sondern politische Mehrheiten pro Altenlingener Forst.


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