19.10.2016, 15:08 Uhr

Klausurtagung SPD Lingen will Arbeit in den Stadtteilen intensivieren

Im Hotel „Am Wasserfall“ in Lingen trafen sich die neugewählten SPD-Stadratsmitglieder und die Ortsräte zu einer Klausurtagung. Foto: SPD LingenIm Hotel „Am Wasserfall“ in Lingen trafen sich die neugewählten SPD-Stadratsmitglieder und die Ortsräte zu einer Klausurtagung. Foto: SPD Lingen

Lingen. Zu einer Klausurtagung haben sich kurz nach der Kommunalwahl die neugewählten SPD-Stadtratsmitglieder und die Ortsratsmitglieder im Hotel Wasserfall in Lingen zusammengesetzt.

Die Klausur wurde laut Pressemitteilung der SPD-Stadtratsfraktion vom wiedergewählten Fraktionsvorsitzenden Bernhard Bendick geleitet. Nahezu alle neugewählten Stadtratsmitglieder und Ortsratsmitglieder waren erschienen.

Ein zentrales Thema der Klausurtagung betraf die anstehenden konstituierenden Sitzungen der Ortsräte und des Stadtrates. Im Einzelnen wurden die Fraktionsbildungen und die Wahl der Bürgermeister und der Ratsvorsitzenden diskutiert. Aber auch die Geschäftsordnung des Rates, die auch in den Ortsräten und in den Ausschüssen des Stadtrates angewendet wird, wurde diskutiert.

Wahlbeteilung in den „Kern-Stadtteilen“ unter dem Durchschnitt

Der politische Teil der Klausur startete mit einer kleinen Wahlanalyse. Wie die Ergebnisse zeigen, lag die Wahlbeteiligung in den „Kern-Stadtteilen“ weit unter dem Durchschnitt, ob Innenstadt, Reuschberge, Telgenkamp, Strootgebiet, Goosmannstannen, Heukampstannen oder Damaschke. Die Wahlbeteiligung dort lag in einzelnen Wahllokalen teilweise nur bei gut 24 Prozent. Nur in einem einzigen von 22 Wahllokalen im alten Stadtgebiet wurde überhaupt eine Wahlbeteiligung von 50 Prozent erreicht (508 - Heukampstannen-Ost: 50,08 Prozent). Die Folge: Nur 16 der insgesamt 42 gewählten Ratsmitglieder kommen aus der Kernstadt Lingen. „Dort hat die CDU im Ergebnis keine Mehrheit“, betonte Bendick.

Höhere Wahlbeteiligung in den Ortsteilen

Im Gegensatz dazu stehen die Ergebnisse in den Ortsteilen mit den Ortsräten und CDU-Ortsbürgermeistern: Hier lag die Wahlbeteiligung zwischen 50,14 Prozent und 67,97 Prozent – mit dem einzigen „Ausreißer“ Laxten-Süd (45,09 Prozent). Diesem Tatbestand wird die SPD laut Mitteilung in den nächsten fünf Jahren Rechnung tragen. Bendick: „Die SPD wird ihre Arbeit in den Stadtteilen intensivieren“. Ziel sei es, die Menschen wieder an die Wahlurne zu holen.

„Je kleiner eine Einheit, umso solidarischer sind die Menschen“

„Zudem ist die sehr ungleiche Zahl der Wahlberechtigten pro Wahlbereich ein Thema, welches wir unbedingt angehen müssen“, sagte Edeltraut Graeßner. Die Zahl der Wahlberechtigten pro Wahllokal schwankt von 128 Personen bis 1466 Personen. „Je kleiner eine Einheit, umso solidarischer sind die Menschen.“ Da könne eine städtische Struktur im „alten“ Stadtgebiet nicht mithalten.

Die Klausur endete mit einem Gespräch mit Oberbürgermeister Krone, der damit auch die neuen Orts- und Ratsmitglieder kennenlernen konnte.


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