02.10.2016, 11:49 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Künstler rockt die Emslandarena Maffay sagt Lingen Danke mit tollem Konzert


sloe Lingen. Ein außergewöhnliches Zusammentreffen von Peter Maffay und der Lingener Herbstkirmes hat am Samstag für das Gefühl gesorgt, ganz Lingen trifft sich an der Emslandarena. Gut beraten, wer wie Peter Maffay gerne Fahrrad fährt und das Auto zu Hause stehen ließ.

Zu seinem Dankeschön-Konzert füllt sich die Arena mit eingefleischten Maffay-Fans, die zwei Stunden lang begeistert zuhören, klatschen und mitsingen. Zur überaus guten Stimmung tragen auch Maffays kurzweilige Ansagen und Kommentare bei. Zum Beispiel, als ihm eine andere Gitarre gebracht wird von Klaus: „Das ist Klaus, er hilft mir die richtige Gitarre zu greifen, ich verwechsle die öfter, wie meine Texte…“

Der Hauptanteil des Konzertes sind bekannte Lieder, von ganz früher, so wie „Es war Sommer“ bis zu neueren Schöpfungen. Auch zwei Songs aus dem neuen Album „Es lebe die Freundschaft“, die Teil der Tabaluga-Tournee sein werden, dürfen die Lingener schon hören.

Trotzdem unschlagbar die alten Songs des Deutschrockers, die Band großartig, nicht nur am Instrument, auch kompositorisch sind einige Bandmitglieder tätig. Auch als bei „Es war Sommer“ der Gitarrist und der Keyboarder die Instrumente tauschen, lässt die Qualität keinesfalls nach.

Heiße Stimmung gibt es hier nicht nur bei rockigen Songs wie „Hoch und höher“. Die gigantische Beleuchtung der bis ins Publikum hineinreichenden Bühne, von der aus Peter Maffay immer wieder den Kontakt zum Lingener Publikum sucht, sorgt für tropische Temperaturen, sodass nicht nur die Musiker ordentlich ins Schwitzen kommen. Peter Maffay macht es jedenfalls „tierisch Spaß“. Er habe gar nicht gewusst, dass man nachmittags schon so spielen könne.

Dann kommt „der“ Song: „Über sieben Brücken musst du gehen“, ursprünglich von Karat und gar nicht von Maffay, aber untrennbar mit ihm verbunden. Hierzu holt er sich ein Mädchen aus dem Publikum auf die Bühne, das wie alle anderen den Text perfekt beherrscht und mit leuchtenden Augen mitsingt.

Schön, wie Maffay es schafft, in beinahe jedem Song einen persönlichen Bezug herzustellen, ob es jetzt das Liebeslied ist für die Frau, die schon weiß, wer gemeint ist, oder das Lied über Tattoos, „Schwarze Linien“, die bei ihm selber eine große Rolle spielen. Und immer wieder schlägt er die Brücke nach Lingen: „Wer von euch fährt Fahrrad? Ich bin ganz viel Fahrrad gefahren, plötzlich war ich in Holland, da bin ich dann umgedreht. Es war wunderschön, aber ich wollte nicht in England auskommen.“

Zum Abschluss gibt es das Lied vom Titel der neuen Tour: Es lebe die Freundschaft.

Es sei das letzte Lied, sagt er, aber man wisse ja, dass seine Abschiede immer etwas länger dauerten. Und so kommt das Publikum noch in den Genuss von mehreren Zugaben. Ein fantastisches Konzert für alle Peter Maffay Fans.

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