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12.08.2016, 19:05 Uhr ERSTHELFER WERDEN

Mobile Retter sind dank Technik ein Segen

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Die schnell begonnene Herzdruckmassage durch einen ausgebildeten Ersthelfer steigert bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand die Überlebenschance des Betroffenen deutlich. Foto: Arno Burgi/dpaDie schnell begonnene Herzdruckmassage durch einen ausgebildeten Ersthelfer steigert bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand die Überlebenschance des Betroffenen deutlich. Foto: Arno Burgi/dpa

Lingen. Das System der mobilen Retter ist ein Beweis dafür, dass Technik nicht nur Fluch, sondern auch Segen sein kann.

Häufig wird über das Smartphone geschimpft. Der Druck der ständigen Erreichbarkeit nimmt für immer mehr Berufstätige zu. Auf den Straßen nerven Pokemons jagende Jugendliche, die nicht mehr sehen, wo sie hinlaufen. Und am Steuer wird das Smartphone in der Hand des Autofahrers gar zur mitunter tödlichen Gefahr.

Eine genau gegenteilige Möglichkeit, das Smartphone als Lebensretter, eröffnet die App für mobile Retter. Einen Ersthelfer zu alarmieren, der im Notfall viel schneller vor Ort ist, als es professionelle Rettungskräfte je sein könnten, ist ein Segen der Technik.

Entscheidend für den Erfolg des Systems ist aber seine Dichte. Wirklich Leben retten durch mobile Retter funktioniert nur, wenn sich genügend Teilnehmer finden, die mitmachen. Und wer dies möchte, dem aber die Qualifikation hierfür fehlt, hat bis zu einer Einführung des Systems in frühestens zwei Monaten, noch ausreichend Gelegenheit, sie bei einem Ersthelfer-Lehrgang zu erwerben. Der ist auf jeden Fall sinnvoll – auch ganz ohne App.


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