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13.01.2016, 19:12 Uhr KEIN ANLASS FÜR PESSIMISMUS

Energiestandort Lingen bleibt auch ohne KKE bestehen

Kommentar von Thomas Pertz

Der Energiestandort Lingen im Industriepark. Foto: Christoph WagenerDer Energiestandort Lingen im Industriepark. Foto: Christoph Wagener

Lingen. Die Stadt Lingen und die Region müssen nicht ängstlich wie das Kaninchen auf die Schlange starren, wenn das Kernkraftwerk Emsland in sieben Jahren vom Netz geht.

Der Energiestandort Lingen wird bleiben, auch wenn der Reaktor keinen Strom mehr produziert.

Keine Frage: Wenn 7000 Arbeitsplätze im näheren und weiteren Umfeld Lingens von der Energiewirtschaft abhängen, dann ist besorgtes Stirnrunzeln beim Blick auf das Datum 31. Dezember 2022 durchaus verständlich. Doch ist „Energy Valley“ in Lingen inzwischen deutlich mehr als der 1300 Megawatt-Reaktor allein. So werden die hochmodernen Gaskraftwerke in der Nachbarschaft im Zuge der Energiewende ihre Chance als Brückentechnologie noch bekommen. Ihr produzierter Strom ist nicht nur schnell verfügbar, sondern auch deutlich umweltfreundlicher als die Kohleverstromung. Die Klimabilanz der Energiewende ist zurzeit noch ernüchternd, ein Gegensteuern zugunsten von Stromerzeugung aus Gas überfällig. Auch die bestens ausgebauten Strom- und Verteilernetze in Lingen mit ihren Verbindungen zu überregionalen Versorgungsunternehmen tragen zu dieser Standortsicherung bei.

Fazit: Die mit dem Datum 2022 verbundenen Folgen für den Energiestandort Lingen und die Energiewirtschaft in der Region sind in ihrer Gänze zwar noch nicht absehbar. Doch für Pessimismus besteht kein Anlass.


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