12.01.2014, 16:05 Uhr

Musical Night begeistert Ein Feuerwerk der Musik im Lingener Theater

Auch „Take me to heaven“ aus dem Musical Sister Act war in der Musical Night im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen zu hören – und zu sehen. Foto: Peter LöningAuch „Take me to heaven“ aus dem Musical Sister Act war in der Musical Night im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen zu hören – und zu sehen. Foto: Peter Löning

Lingen. „We are the champions.“ So hallte die Zugabe bei der diesjährigen „Musical Night“ durch das Theater an der Wilhelmshöhe. Und wie wahr dieser alte so hymnische Queen-Song daherkam: Er krönte einen Abend, dessen Unterhaltungswert kaum zu überbieten war. Eine sechsköpfige Band und ein sechsköpfiges Gesangsensemble zelebrierten regelrecht ein Feuerwerk von Musical-Hits.

Ein Ritt durch 64 Jahre Musicalgeschichte. Ohne Atempause reihte sich ein Knaller an den nächsten. Da war Leonard Bernsteins „America“ aus der „West Side Story“, „Time of my life“ aus „Dirty Dancing“, ein Ausflug zum „König der Löwen“, ein Abstecher zum ‚Phantom der Oper‘ und zu „Jeckyll & Hyde“.

Und auf dieser ausgedehnten Reise gab es aus allem nur das Beste, die ganz großen Schlager. Dabei überzeugte das eingespielte Ensemble in jeder Hinsicht. Die exzellente Band, frisch und klanglich auf dem Punkt, mischte sich immer mal wieder unter die Sänger und rockte die Bühne, dass es eine Freude war. Die Sänger, jeder mit beachtlicher Vita auf internationalen Bühnen, brachten pralles Leben in die bekannten Lieder. Mit geschickten Arrangements und in einschlägigen Kostümen war die Show perfekt, „Mamma Mia“ ein Fest.

Viel Gänsehaut

Von unverschämt guter Laune war schon eingangs „Another opening another“ aus Cole Porters „Kiss Me Kate.“ Zum Brüllen komisch, die einschlägigen Nummern aus „Sister Act“ mit Alexandra Gentzen unter Whoopis Kutte. Knie erweichend eindrucksvoll sang Nicole Bolley „Wein nicht um mich Argentinien“ aus „Evita“. Simon Tunkin sorgte mit seinem „Phantom“ gar für Gänsehaut. Mit einiger Nachwirkung sang Corie Townsend ein überwältigendes „Listen“ aus „Dreamgirls“. Nicht nur als Rocky überaus präsent hörte man Dale Tracy. Nicht unbedingt seinen sängerischen aber darstellerischen Höhepunkt feierte Deimos Virillito sicherlich als unnachahmlicher Lindenberg.

Sein „Hey Jude“ – umwerfend meisterlich gesungen – waren neben den solistischen Beiträgen auch die Ensemblenummern ein beglückendes Erlebnis. Und dank ausgefeilter Choreografien bei erstklassiger Performance konnte man auf jedwede Kulissen und Requisiten getrost verzichten, wie auch auf jegliche Handlungsstränge. Hier lebten die Hits für sich allein und das in allererster Güte.

Für die nötigsten Hintergrundinformationen sorgte mit kurzweiliger Moderation der Schlagzeuger und Chef der Company, Axel Törber. Er konnte sich wohl gewiss sein, dass sein dezenter Hinweis auf den nächsten Auftritt im kommenden Jahr auf viele offene Ohren traf und einige Buchungen zur Folge haben wird.

Kurz: Ein grandioser Abend und exzellentes Entertainment.


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