08.11.2013, 13:19 Uhr

100 Megabit bis Ende 2014 Lingen legt im Internet den Turbo ein

Die Stadt Lingen macht nach dem Netzausbau Ende 2014 viel Tempo auf der Datenautobahn. Foto: dpaDie Stadt Lingen macht nach dem Netzausbau Ende 2014 viel Tempo auf der Datenautobahn. Foto: dpa

Lingen. Die Stadt Lingen legt im Internet den Turbo ein: Am Freitag unterzeichneten Oberbürgermeister Dieter Krone und Arnold Diekmann, Leiter der Produktion technische Infrastruktur, einen Vertrag zum Ausbau des VDSL-Netzes. VDSL steht für „Very High Speed Digital“. Rund 22500 Haushalte in der Stadt mit 0591-Vorwahl werden Ende 2014 auf der Datenautobahn mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde unterwegs sein können.

Lingen ist die erste Stadt in der Region Emsland/Grafschaft Bentheim mit einem solchen Angebot, mit dem nach Angaben von Krone ein großer Standortvorteil verbunden ist. Der Ausbau in Lingen ist Teil der Telekom-Breitbandoffensive „Integrierte Netz-Strategie“. Nach Angaben von Diekmanns Kollegen Karl-Heinz Rempe investiert das Unternehmen bis Ende 2015 rund zwölf Milliarden Euro, um Haushalten ein schnelleres Internet anbieten zu können. In Lingen wird die Telekom einen „höheren zweistelligen Millionenbetrag“ investieren, wie es am Freitag im Rathaus hieß. Die Kosten für den Ausbau trägt die Telekom.

Wie Rempe erläuterte, wird in Lingen im Zuge des Ausbaus die sogenannte Vectoring-Technik eingesetzt, mit der bislang mögliche Geschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde auf 100 verdoppelt werden. „Dies ermöglicht einen Download von 100 Megabit und einen Upload von 40“, sagte Rempe. Die Investition der Telekom werde „barrierefrei“ erfolgen, ergänzte Diekmann. Dies bedeute, dass sich auch andere Unternehmen der Telekommunikation draufschalten könnten. Niemand sei gezwungen, den Anbieter zu wechseln, hieß es. Die Telekomvertreter machten gleichwohl keinen Hehl daraus, dass sie sich von dem High-Speed-Ausbau auch weitere Kundenströme erhoffen.

„Das ist eine fantastische Nachricht für Lingen“, kommentierte Oberbürgermeister Krone das Vorhaben. Neben den Bürgern seien es insbesondere Unternehmen, die große Datenmengen transportieren müssten, Nutznießer schneller Internetanschlüsse. Der Verwaltungschef und Wirtschaftsförderer Helmut Höke machten außerdem deutlich, dass auch die Lingener Ortslagen mit anderen Vorwahlnummern wie Biene, Bramsche und Clusorth-Bramhar, durch den Einsatz von Richtfunk auf VDSL-Basis über ein qualitativ hochwertiges Internet mit mindestens 50 Megabit ausgestattet würden. „Damit ist die Stadt top ausgestattet, besser geht es nicht“, freute sich Krone über den virtuellen Hochgeschwindigkeitskurs durch Lingen.


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