21.04.2013, 07:10 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Studierende stellen Konzept vor Lingener Grundschüler sollen sich mit dem Thema Klimaschutz beschäftigen


Lingen. Die Symbolfigur „Betty Birne“ soll im Schuljahr 2013/2014 für „helle Köpfe“ in Sachen Umwelt- und Klimaschutz bei den Schülern der vierten Klassen an den 16 Lingener Grundschulen sorgen. Dies sieht ein Konzept vor, dass Studierende der Hochschule Osnabrück, Campus Lingen, jetzt im Umweltausschuss der Stadt vorgestellt haben.

Nach einer Einführungsveranstaltung im August sollen sich die Grundschüler über das Schuljahr verteilt mit den vier Themenbereichen Leben, Energie, Müll und Wasser beschäftigen.

Dazu liefert das von den angehenden Kommunikationsmanagern Daniela Wübbeling und Malte Langer vorgestellte, gemeinsam mit Kommilitonen entwickelte Konzept vielfältige Anregungen. Neben der Vermittlung im Unterricht sieht es Exkursionen, verschiedenste Mitmachaktionen und die Beteiligung von Unternehmen und Einrichtungen in der Stadt Lingen vor. Vom Müllentsorgungsunternehmen über die Kunsthalle und die Stadtwerke bis hin zu den regionalen Medien möchte das Konzept möglichst viele einbinden. Jede Klasse soll ein Projekttagebuch führen. Bei einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung werde das beste Tagebuch prämiert.

Positive Resonanz

Aber nicht nur die Grundschüler sollen für das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden. „Verständnis und Verantwortungsbewusstsein bei den Zielgruppen für das Thema Klimaschutz schaffen und dessen Bedeutung vermitteln“, so lautet das Ziel des Konzeptes. Und zu den Zielgruppen gehören neben den Grundschülern unter anderem auch Lehrer, Eltern und die Bürger der Stadt.

Hans Josef Lis, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, betont, dass dieses Konzept bei einer Tagung der Grundschulrektoren auf durchweg positive Resonanz gestoßen sei. Michael Fuest (Bündnis 90/Die Grünen) wundert dies nicht. „Das ist ein vielfältiges, tolles und kindgerechtes Projekt, dem man nur wünschen kann, dass es so umgesetzt wird.“ Auch bei der CDU gibt es Zustimmung. „Der Rahmen zur Ausgestaltung für die Grundschulen ist weit gesteckt, und viele Lingener Institutionen sind eingebunden“, so Ratsherr Werner Schnieders. Trotzdem hat der Christdemokrat einen Verbesserungsvorschlag: „Gibt es eine Evaluation?“, fragt er. Diese sei bisher nicht angedacht, so Wübbeling und Langer. Das Konzept sei in einem Seminar des Instituts für Kommunikationsmanagement im Auftrag der Stadt erstellt worden. „Aber auch wenn das Projekt für die Hochschule beendet ist, sind wir bereit, es weiter zu betreuen.“


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