30.06.2016, 15:19 Uhr

Spielsucht vorbeugen 500 Meter Abstand zwischen Spielhallen in Lengerich

„Wildwuchs vermeiden“: Zwischen Spielhallen muss in der Samtgemeinde Lengerich laut Ratsbeschluss der gesetzlich maximal mögliche Mindestabstand von 500 Metern liegen. Foto: Carsten van Bevern„Wildwuchs vermeiden“: Zwischen Spielhallen muss in der Samtgemeinde Lengerich laut Ratsbeschluss der gesetzlich maximal mögliche Mindestabstand von 500 Metern liegen. Foto: Carsten van Bevern

kr/vb Lengerich. Die Samtgemeinde Lengerich möchte verhindern, dass die Zentren der Mitgliedsgemeinden mit Spielhallen „zugepflastert“ werden. Vor dem Hintergrund von zwei aktuellen Anfragen für Spielstätten in Bawinkel hat der Samtgemeinderat eine Verordnung über den Mindestabstand von Spielhallen innerhalb der Samtgemeinde Lengerich beschlossen.

Entsprechend heißt es in der neuen für die Samtgemeinde Lengerich geltenden und auf der Neufassung des niedersächsischen Glücksspielgesetzes fußenden Verordnung: „Der Mindestabstand zwischen Spielhallen auf dem Gebiet der Samtgemeinde Lengerich wird auf 500 Meter (Luftlinie) festgelegt.“

Bislang keine Spielhalle in der Samtgemeinde

Aktuell gibt es in der ganzen Samtgemeinde Lengerich keine einzige Spielhalle, nur vor einigen Jahren habe es nach Aussage von Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn einmal eine Spielstätte in Lengerich gegeben. Es gebe aber Anzeichen, dass Spielhallenbetreiber Immobilien im Bereich der Samtgemeinde erwerben wollen, erläuterte der SG-Bürgermeister auf der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates die Hintergründe der Entscheidung. Aktuell hat es laut dem Verwaltungschef bereits zwei Anfragen für den Bereich an der Bundesstraße in der Mitgliedsgemeinde Bawinkel gegeben. „Wir wollen auf jeden Fall Wildwuchs vermeiden“, erklärte Lühn in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

„Baustein zur Verhinderung von Spielsucht“

„Ein Mindestabstand von 500 Metern zwischen Spielhallen ist ein Baustein zur Verhinderung von Spielsucht, indem das Angebot an die Spielsucht fördernde Gelegenheiten innerhalb kurzer Wegstrecken verringert wird,“ betonte der Verwaltungschef. Die Festlegung auf einen Mindestabstand von 500 Metern zwischen zwei Spielhallen stelle durch das Ausschöpfen des gesetzlichen Rahmens den größtmöglichen Schutz zur Verhinderung von Spielsucht dar.

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