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21.04.2017, 17:39 Uhr KOMMENTAR

Zum neuen Schafstall in Lathen: Ein hohes Risiko

Kommentar von Daniel Gonzalez-Tepper

Ein Schild an der Zufahrt zum neuen Schafstall am Ströhnweg in Lathne soll zeigen, dass das Land Niedersachsen und die Europäische Union den Bau des Winterquartiers gefördert haben. Foto: Daniel Gonzalez-TepperEin Schild an der Zufahrt zum neuen Schafstall am Ströhnweg in Lathne soll zeigen, dass das Land Niedersachsen und die Europäische Union den Bau des Winterquartiers gefördert haben. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper 

Lathen. Eine Investition, wie sie Schäfer Norbert Rüschen aus Lathen auch im Hinblick auf den Naturschutz tätigt, ist nicht selbstverständlich. Ein Kommentar.

Mehr als 60 Jahre, genauer gesagt zwischen 1954 und 2016, wurde im Bereich Dalum-Wietmarschen Torf abgebaut, der Unternehmenssitz des Substrateherstellers Klasmann-Deilmann befindet sich nur wenige hundert Meter vom heutigen Natur- und Vogelschutzgebiet entfernt.

Nach dem jahrzehntelangen Raubbau an der Natur versuchen nun die Europäische Union, das Land Niedersachsen, die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim sowie die angrenzenden Kommunen Geeste, Twist und Wietmarschen, die Flächen zu renaturieren.

Mit dem Lathener Schäfer Norbert Rüschen haben sie sich einen Partner an die Seite geholt, der sein Handwerk versteht und bereit ist, analog zum Wachstum der Renaturierungsfläche seine Schäferei mitwachsen zu lassen.

Das ist nicht selbstverständlich, schließlich gibt es für solche Betriebe einige Unwägbarkeiten. Rüschen geht ein hohes betriebswirtschaftliches Risiko ein und muss jederzeit mit Tierseuchen oder einem hungrigen Wolf rechnen. Zwar kann er sich dagegen versichern, doch ersetzt bekommt er längst nicht alle Schäden, die ihm bei solchen Ereignissen entstehen.


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