25.11.2016, 06:03 Uhr

Gemeinderatssitzung Lathener Opposition kritisiert CDU-Vorwürfe

Der Vorsitzende der SPD/Grüne-Gruppe Ernst Kock hatte bei der Gemeinderatswahl in Lathen erfolglos als stellvertretender Bürgermeister kandidiert. Foto: Maike PlaggenborgDer Vorsitzende der SPD/Grüne-Gruppe Ernst Kock hatte bei der Gemeinderatswahl in Lathen erfolglos als stellvertretender Bürgermeister kandidiert. Foto: Maike Plaggenborg

pm/mpl Lathen. Bei der konstituierenden Ratssitzung der Gemeinde Lathen ist der Konflikt rund um die „Geschmäckle“-Vorwürfe des SPD/Grüne-Fraktionsvorsitzenden Ernst Kock durch Äußerungen der CDU-Fraktion erneut aufgeflammt. Darauf reagierte die Gruppe nun mit einer Stellungnahme.

Ernst Kock sei für die CDU nicht wählbar, hatte August Kock, Fraktionsvorsitzender der CDU, in der Ratssitzung angegeben – trotz des „sehr guten“ Wahlergebnisses. Ernst Kocks Äußerungen gegen Mitglieder der Verwaltung und der CDU seien „bis heute nicht aus dem Weg geräumt“ und sein Verhältnis zur Verwaltung angespannt. Hintergrund des Konflikts ist ein „ Geschmäckle “, das Ernst Kock personellen Entscheidungen in der Verwaltung mangels Neutralität in einer Ratssitzung Ende August 2016 attestiert hatte. Demnach sollten Posten im Rathaus an Angehörige von Ratsmitgliedern vergeben worden sein. Dabei hatte Ernst Kock auch einen Namen genannt. Die Vorwürfe gegen ihn benannte die SPD/Grüne-Gruppe in ihrer Pressemitteilung nun als „völlig haltlos“. Kock habe lediglich Fakten aufgezählt, jedoch in Bezug auf Personalien keine Namen genannt, erklärte die Fraktion erneut und auch, dass alle Personalien seitens der SPD/Grüne-Gruppe immer mitgetragen worden seien.

Anwaltskanzlei ist beauftragt

Gemeindedirektor Karl-Heinz Weber hatte damals angekündigt, juristische Schritte gegen Ernst Kock prüfen zu lassen. Im Nachgang zur jüngsten, konstituierenden Sitzung Mitte November hatte Weber auf Nachfrage unserer Redaktion angegeben, inzwischen eine Anwaltskanzlei in dieser Sache beauftragt zu haben, um eine Lösung zwischen allen Beteiligten zu finden. „Die überraschend angekündigten Lösungsversuche durch eine Anwaltskanzlei halten wir für überflüssig. Die Fakten sprechen für sich“, kommentierte die SPD/Grüne-Gruppe in ihrer Mitteilung und stellte darin weiter fest, dass die mit ‚Geschmäckle‘ bezeichneten Fakten offensichtlich für die CDU-Ratsmitglieder unangenehm seien und nach wie vor Unbehagen bereiten würden.

Für die von der Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber (CDU) in der Antrittsrede nach ihrer Wiederwahl angesprochene Stärkung des „Wohlfühlfaktors“ in Lathen stehe die SPD/Grüne-Gruppe jederzeit gerne zur Verfügung.


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