05.08.2012, 17:15 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Bonanza-Atmosphäre an der Ems Westernfestival in Hilter begeistert 3500 Gäste mit Reitvorführungen


Lathen. Mehr als nur einen Hauch Wildwest-Atmosphäre haben die Reiter und Zuschauer beim Westernfestival geschnuppert, das am Wochenende in Hilter stattfand. Zahllose Westernreiter hatten auf den Emswiesen um den Ferienhof Junkern-Beel ihre Zelte aufgeschlagen. Cowgirls und Cowboys saßen an Lagerfeuern, dazwischen grasten die Pferde – so oder ähnlich muss es damals im amerikanischen Westen zugegangen sein.

Jedes Jahr im August ist der Ferienhof Treffpunkt zahlreicher Freunde des Westernreitens aus ganz Deutschland und den benachbarten Niederlanden. Höhepunkt des Treffens ist nach zwei stimmungsvollen „Cowboy-Nächten“ das große Westernfestival im „North Canyon“ am Ufer des Flusses. Nach Angaben des Veranstalters tummelten sich insgesamt etwa 3500 Reiter und Zuschauer auf dem Gelände. Hinter der Strohballen-Tribüne gab es eine Westernstadt aus Buden und Pavillons – auf Junkern-Beel durften sich die Zuschauer fühlen wie auf der Ponderosa-Ranch in der legendären TV-Serie Bonanza.

Zwischen den Shops und Pavillons drängten sich Männer und Frauen in zünftiger Westernkleidung mit breitkrempigen Hüten auf den Köpfen und Colts an den Gürteln. An den Bars diskutierten die Cowboys, während ihre gesattelten Pferde geduldig warteten. Schon vor Beginn des Hauptprogrammes sorgten die „Hillbilly Stompers“ um Fiddy Herbers und Andre Ahrens sowie Linedance- und Squaredance-Formationen für Stimmung.

Ein imposantes Bild bot sich, als die Teilnehmer mit einer großen Flaggenparade einritten. In der Arena begeisterten dann mehr als 40 verwegene Reiter das Publikum mit spektakulären Disziplinen wie dem „Pole Bending“, bei dem es gilt, Stangen im Slalom möglichst eng zu umkurven. Action pur wurde den Zuschauern auch beim „Indian Rescue“ geboten: Dabei sammelt der Reiter eine zweite Person auf, die sich auf das laufende Pferd schwingen muss.

Aufgelockert wurde das Turnierprogramm durch zahlreiche Vorführungen. Mit dabei: die Falknerei Pierre Schmitt mit ihren Greifvögeln und das „Horsemanship Showteam Kirstin Reese“. Riskante Feuersprünge und die Kunst des Messerwerfens zeigten die Akteure bei der „Apache Stuntshow“. Viel Beifall gab es für Little Willy, dem mit 1,32 Meter Stockmaß kleinsten Friesen der Welt.

Zu den Stammgästen des Festivals gehört die vierköpfige Familie Naumann aus Bochum. Seit sieben Jahren verbringen sie ihren Urlaub im Emsland. Und sie legen ihn so, dass sie ein langes Wochenende lang unbeschwert Wildwest-Romantik genießen können. Die Kinder Nadine und Rolf haben ihr eigenes Pony mitgebracht. Die Schülerin möchte in den nächsten Jahren gerne an dem einen oder anderen Wettbewerb teilnehmen.


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