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17.03.2017, 09:15 Uhr KOMMENTAR

In Herzlake ist ein Entgegenkommen gefragt

Kommentar von Tim Gallandi

Begegnung am Rande der Gemeinderatssitzung: Bürgermeister Hans Bösken (im Vordergrund links), Ratsabgeordnete sowie Demonstranten. Foto: Tim GallandiBegegnung am Rande der Gemeinderatssitzung: Bürgermeister Hans Bösken (im Vordergrund links), Ratsabgeordnete sowie Demonstranten. Foto: Tim Gallandi

Herzlake. Sowohl die Herzlaker Bürger, die für mehr Bauland demonstrieren, als auch die Vertreter der Kommune verfügen in der Diskussion über schlüssige Argumente. Gefragt ist ein Entgegenkommen. Ein Kommentar.

In der Diskussion um fehlende Bauplätze in den südlichen Herzlaker Ortsteilen argumentieren beide Seiten schlüssig. Die Wunsch-Häuslebauer möchten sich dauerhaft im jeweiligen Heimatdorf niederlassen. Das ist mit Blick auf die oft beklagte Abwanderung junger Leute Richtung Stadt prinzipiell förderungswürdig. Andernfalls könnte auf lange Sicht die Zukunft der Ortschaften und ihrer Infrastruktur infrage gestellt sein.

Die Kommune wiederum muss erst einmal Bauland erwerben, was wegen der hohen Bodenpreise kein Leichtes ist, und bestimmte Maßgaben beachten, wie etwa die ökologisch sinnvolle bauliche Innenverdichtung. Überdies wäre die Hoffnung auf allzu kleinteilige Planung illusorisch: Mal eben drei Bauplätze in Bookhof erschließen, drei in Felsen, zwei in Neuenlande – das geht nicht.

Gefragt ist, so knifflig es sein mag, ein Entgegenkommen. Die Kommune sollte bei der Suche nach Land am Ball bleiben. Und die Bauwilligen sollten kompromissbereit sein, indem beispielsweise Neuenlander irgendwann in Bookhof bauen, statt die Gemeinde ganz zu verlassen.


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