19.04.2017, 17:29 Uhr

Kreuz als Zeichen für Leben und Licht Kunstwerk schmückt Vorplatz des Pfarrzentrums in Haselünne


Haselünne. Mit einem Gottesdienst und der Segnung vor Ort ist das Haselünner Lichtkreuz, das den Vorplatz des Pfarrzentrums schmückt, an die St. Vincentius-Gemeinde übergeben worden.

Pfarrer Johannes Bartke dankte vor dem Pfarrzentrum Pater Bernhard Leisenheimer, der das Konzept des Kunstwerks entworfen hatte, und Steinmetz Werner Paetzke aus Bevergern für ihr kreatives Schaffen in den vergangenen sechs Monaten. Bartke erklärte den Gläubigen, dass zwischen den vier Basaltblöcken das Kreuz als Lichtband erstanden sei. „Bei Einbruch der Dämmerung dürfte sich auch ein Weg zum Gemeindezentrum lohnen, um das Kunstwerk zu betrachten. Im Kreuz ist Heil und Hoffnung, im Kreuz ist Leben und Licht“, definierte der Geistliche die Idee des neuen Werks.

Nach der Segnung erzählte Werner Paetzke, dass es handwerklich nicht schwierig gewesen sei, das neue Zeichen der Kirchengemeinde zu schaffen. „Es war die Kombination mit der Technik, um diese wasserdicht zu bekommen.“ Dazu habe man nach langlebigen LEDs gesucht, die dauerhaft nachts das Kreuz zum Leuchten bringen sollen. „Den guten Stein aus der Eifel zu kriegen, war nicht so einfach. Ein Kubikmeter dieses Materials wiegt drei Tonnen.“

Rund eine Tonne schwer

Die Skulptur, die jetzt den Vorplatz des Pfarrzentrums schmückt, wiegt auch noch eine runde Tonne, rechnete der erfahrene Steinmetz aus dem Tecklenburger Land vor. Die Qualität des Steins sei so hervorragend, dass daraus für die Industrie selbst in der heutigen Zeit noch Laugenbehälter hergestellt würden, geht er von einer hohen Langlebigkeit des Kunstwerks aus.

Paetzke, der nicht nur in religiösen Themenbereichen unterwegs ist, freut sich, wenn er, wie in diesem Fall, mit Pater Bernhard Leisenheimer zusammen arbeiten kann. „Ich bin aber der Handwerker“, gibt er, der schon den einen oder anderen Altar geschaffen hat, sich bescheiden. „Die Religion war immer der größte Handwerksförderer.“

Leisenheimer erzählte von einem der vielen Treffen, bis der Durchbruch erreicht worden sei. Der Kreuzbruder, der vor rund 40 Jahren aus dem US-Bundesstaat Minnesota nach Deutschland kam, erklärte, dass das Kreuz nicht in der Schwere eines dunklen Basalts bleiben, „sondern mit dem Wandelnden und Unbegreifbaren des Lichts kombiniert werden“ sollte. Der Geistliche ließ nicht unerwähnt, dass man sich inzwischen häufig an Kreuze recht stumpf gewöhnt habe und eher gedankenlos an diesen vorüber gehe. „Hier bot sich die Gelegenheit, das Kreuz einmal ganz neu zu zeigen.“ Tagsüber als Objekt der Neugierde. Nachts hebe es sich aus der Tiefe und dem Dunklen, werde sichtbar, aber nicht fassbar.


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