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16.11.2016, 15:45 Uhr KOMMENTAR ZU AKTION AM VOLKSTRAUERTAG

Kranz der NPD in Haselünne Akt der Provokation

Kommentar von Carola Alge

Der Toten durch Krieg und Gewalt wird an der Gedenkstätte in Haselünne gedacht. Der hier von der NPD abgelegte Kranz sorgt für Wirbel. Foto: Carola AlgeDer Toten durch Krieg und Gewalt wird an der Gedenkstätte in Haselünne gedacht. Der hier von der NPD abgelegte Kranz sorgt für Wirbel. Foto: Carola Alge

Haselünne. Der von der NPD an der Gedenkstätte in Haselünne niedergelegte Kranz ist verschwunden. Die Aufregung um ihn damit aber nicht. Ein Kommentar.

Wer ihn entfernt hat, ist im Nachhinein vermutlich nicht mehr zu klären. Aber selbst wenn Stadt oder Kirchengemeinde dafür gesorgt hätten: Es wäre ihr gutes Recht gewesen, denn beide hatten das Hausrecht.

Die Niederlegung des Kranzes wird von vielen als Akt der Provokation empfunden. Als solcher ist er auch vor dem Hintergrund der rechtsextremen Ideologie der Partei und ihrer Vertreter zu verstehen. Sie sprechen in einem Atemzug bewusst von Gedenkfeier und Heldengedenktag. Millionen von Gefallenen des Zweiten Weltkriegs gehen auf das Konto genau der nationalsozialistischen Herrschaft. Deren Gedankengut propagieren Neo-Nationalsozialisten wie Tobias Richter. Leider!


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