27.10.2016, 20:58 Uhr

Grenzübergreifendes Lernen Haselünner Schüler besuchen Partnerstadt Saint-Flour

Zu den Highlights auf der Reise der Haselünner Schüler nach Frankreich zählte die Besichtigung der Brücke Viaduc de Millau, einem Viadukt, das mit 2460 Metern die längste Schrägseilbrücke der Welt ist. Foto: Kreisgymnasium HaselünneZu den Highlights auf der Reise der Haselünner Schüler nach Frankreich zählte die Besichtigung der Brücke Viaduc de Millau, einem Viadukt, das mit 2460 Metern die längste Schrägseilbrücke der Welt ist. Foto: Kreisgymnasium Haselünne

Haselünne. 30 Schüler der Jahrgänge 9 bis 11 des Kreisgymnasiums St. Ursula haben zehn Tage lang Haselünnes Partnerstadt Saint-Flour kennengelernt. Zusammen mit ihren begleitenden Lehrerinnen Viktoria Enz und Julia Richter erlebten sie die französische Gastfreundschaft der Familien und des dortigen Gymnasiums, dem Lycée de Haute Auvergne à Saint-Flour, und erkundeten die Stadt sowie das Umland in einem vielfältigen Programm.

Neben einem Stadtrundgang und dem Empfang im Rathaus zeigte sich die Natur im Umland der Stadt in der Region Auvergne-Rhône-Alpes bei bestem Wetter von ihrer schönsten Seite. So stand etwa die Besichtigung der Tropfsteinhöhle Aven Armand auf dem Programm, die 1870 von Louis Armand entdeckt worden war und besonders dadurch beeindruckte, dass der Hauptsaal mit einer Länge von 110 Metern, einer Breite von 60 Metern und einer Höhe von 50 Metern eine solche Größe hergibt, dass die Kirche Notre-Dame darin Platz finden würde.

Vulkan erklommen

Außerdem befinden sich in der Höhle 400 Stalagmiten, die zum Teil 30 Meter hoch sind und somit zu den größten der Welt zählen. „Ein solches Naturschauspiel hatte ich hier gar nicht erwartet“, schildert Oliver Schütte begeistert. (Weiterlesen: Junge Gäste aus Saint-Flour am Kreisgymnasium)

Das Erstaunen der Schüler setzte sich fort bei der Besichtigung der Brücke von Millau, einem Viadukt, das mit 2460 Metern die längste Schrägseilbrücke der Welt und mit 343 Metern Höhe das höchste Bauwerk Frankreichs darstellt. Auch der Aufstieg auf den Puy de Dôme, einen Vulkan im Zentralmassiv, auf dem der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal im 17. Jahrhundert die Schwere der Luft nachweisen konnte, sowie die Besichtigung heißer Quellen und das Erklimmen der Ruine der mittelalterlichen Festung „Château d’Alleuze“ beeindruckten die emsländischen Gäste sehr.

Gegenbesuch im Frühjahr 2017

„Es hat riesig Spaß gemacht, Frankreich in so lockerer Atmosphäre zusammen mit unseren Austauschschülern zu entdecken. Dabei verliefen sogar die Gespräche in Französisch viel leichter als im Unterricht“, berichten Anna Strehlow und Linn Eckholt schmunzelnd.

Am gemeinsamen Abschlussabend wurde es mit Spezialitäten aus Deutschland wie Schinken, Weggen und deutschem Bier nochmal gemütlich und die Vorfreude auf das Wiedersehen überwog schließlich beim Abschied, weil schon im kommenden Frühjahr die neuen französischen Freunde in Haselünne begrüßt werden können.


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