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11.09.2016, 23:47 Uhr KOMMENTAR ZUM WAHLAUSGANG

Kommunalwahl 2016 in Haselünne: Haifischbecken NPD

Kommentar von Carola Alge

Das Wahlergebnis in Haselünne überrascht nicht. Die NPD dürfte vor allem junge Wähler angesprochen haben. Foto: Carola AlgeDas Wahlergebnis in Haselünne überrascht nicht. Die NPD dürfte vor allem junge Wähler angesprochen haben. Foto: Carola Alge

Haselünne. Das Wahlergebnis in Haselünne überrascht nicht. Die NPD dürfte vor allem junge Wähler angesprochen haben. Ein Kommentar.

Das Wahlergebnis in Haselünne überrascht einerseits nicht. Die etablierte CDU und SPD haben seit Jahrzehnten ihre feste Wählergemeinschaft. Die konnten beide Parteien auch jetzt mobilisieren. Allerdings musste die CDU Verluste hinnehmen.

Wie aber kommt das Ergebnis mit gewonnenem Sitz im Rat für Tobias Richter zustande? Der NPD-Kandidat dürfte jüngere Leute angesprochen haben. Sie sind vor allem von der aktuellen Politik auf Bundesebene verdrossen. Diese Unzufriedenheit schwappt bis in die Kommunalparlamente über. Alternativangebote wie zum Beispiel in Meppen mit den Bürgerbewegungen hatten sie bei der Kommunalwahl in Haselünne nicht. Warum nicht?

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Alle NPD-Wähler nun als Nazis abzustempeln wäre fatal. Mancher Wähler etwa ist mit seiner Arbeitsplatzsituation unzufrieden. Hier setzt die NPD unter anderem an, propagiert, der böse Ausländer nehme Arbeitsplätze weg. Die Einwanderungspolitik in Deutschland missfällt manchem. Davon profitierte Richter.

Seine Partei gilt nach Ansicht einiger weniger als die, die Tacheles redet, während andere etablierte Parteien und ihre Vertreter als Leer-Versprecher angesehen werden, die wenig umsetzen. Insbesondere junge Wähler mit einem entsprechenden Angebot aus dem Haifischbecken NPD zu holen, muss dringendes Anliegen auch der Haselünner CDU und SPD sein. (Lesen Sie auch: AfD zieht klar in den Kreistag im Emsland ein)


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