06.10.2014, 16:45 Uhr

Stiftung lobt Einsatz der Hasetaler Mundraub-Projekt im mittleren Emsland in aller Munde


Haselünne. In dem zweijährigen DBU-Modellprojekt „Mundraub“ der Berliner Organisation Terra Concordia und des Zweckverbandes Erholungsgebiet Hasetal hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Konzepte der Umweltkommunikation und des Wissensaustausches im nachhaltigen Tourismus unter Einbeziehung regionaler Akteure und Bewohner gefördert.

Während einer Abschlussveranstaltung im Quakenbrücker Rathaus zogen die Verantwortlichen die erfolgreiche Bilanz dieses innovativen Projektes. Wie die Hasetaler Projektleiterin Annette Morthorst darlegte, wurden entlang des 195 Kilometer langen Hasetalradweges innovative Tourismusansätze entwickelt und erprobt. Ziele seien der Erhalt alter Obstbaumbestände und die Stärkung ihrer Biodiversität gewesen. Neben Touristen, Anwohnern, Vereinen, Umweltverbänden und Schulen seien weitere Multiplikatoren in ein umfassendes Qualifizierungskonzept einbezogen worden. 150 Baumpaten hätten den Obstbaumschnitt erlernt. In Haselünne kümmerten sich 31 Ratsmitglieder um ihre Ratsallee. 160 Obstbäume mit alten Sorten seien nachgepflanzt worden, und erste Produkte des „Allmendeobstes“ entstanden.

Morthorst unterstrich auch die fruchtbare Kooperation mit Gastronomen, Mostereien und der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück, die Obst-Konfitüren herstellten. Der Geschäftsführer von Terra Condordia, Kai Gildhorn, übergab einen abschließenden Projektbericht an die DBU-Referatsleiterin für Umweltkommunikation in der mittelständischen Wirtschaft, Verena Exner, in dem alle Projektdetails dokumentiert sind. „Ohne sie hätte es dieses Projekt so nicht gegeben“, dankte Exner Gildhorn und dem Geschäftsführer des Zweckverbandes, Wilhelm Koormann, für die kooperative Umsetzung der Idee. Es sei eine beispielhafte Initiative gegen die weltweite Verschwendung von Lebensmitteln. Das Mundraub-Projekt sei inzwischen in „aller Munde“ und verzeichne täglich Tausende von Homepageklicks.

Impulse für eine krisensichere Selbstversorgung in der Gesellschaft gab Wissenschaftler Niko Paech aus der Sicht der Postwachstumsökonomie.


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