21.04.2016, 15:42 Uhr

Bis 100 Megabit pro Sekunde Highspeed-Internet-Ausbau in Hasbergen beginnt

Glasfaserkabel wie diese sollen auch in Hasbergen bis Ende des Jahres zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet führen. Symbolfoto: DPAGlasfaserkabel wie diese sollen auch in Hasbergen bis Ende des Jahres zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet führen. Symbolfoto: DPA

Hasbergen. In den kommenden Wochen beginnt der Highspeed-Internet-Ausbau in Hasbergen. Die Telekom kündigt an, dass deutlich mehr als 90 Prozent der Hasberger bis Ende des Jahres eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erreichen können.

Ursprünglich war geplant, dass Hasbergen erst bis Ende 2017 flächendeckend mit schnellem Internet versorgt wird. Auf die Frage, warum Hasbergen nun schon ein Jahr früher mit schnellem Internet versorgt wird, sagt die Telekom-Sprecherin Stefanie Halle lediglich: „Wir haben eine unternehmerische Entscheidung getroffen.“ Nach eigenen Angaben investiert das Unternehmen einen einstelligen Millionenbetrag in den Ausbau. Das Verlegen von Glasfaser, das für die schnelle DSL-Variante erforderlich ist, koste rund 70.000 Euro pro Kilometer. Jährlich investiere die Telekom bis zu 4 Milliarden Euro bundesweit in den Netzausbau.

Eigenausbau der Telekom

Die Gemeinde werde an den Kosten nicht beteiligt, da es sich um einen Eigenausbau der Telekom handelt. Auf Nachfrage, warum Hasbergen für die Telekom so attraktiv ist, um aus eigenem Antrieb einen so hohen Betrag in den Ausbau zu investieren, verweist Sprecherin Halle auf wirtschaftliche Berechnungen und infrastrukturelle Planungsdaten.

Schnelleres Internet wird auch teurer

Die neuen Anschlüsse mit der derzeit schnellsten Breitbandtechnologie VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) erreichen deutlich höhere Übertragungsraten. Beim Herunterladen soll eine Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/s und beim Heraufladen von bis zu 40 MBit/s erzielt werden.

Halle zufolge erhöhen sich mit den höheren Übertragungsraten auch die Preise. „Bis zu 50 MBit/s kosten 34,95 Euro, bis zu 100 MBit/s liegen bei 39,95 Euro“, erklärt sie.

Vectoring-Technik beseitigt Störungen

Für den Ausbau ist es nötig, auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse – also den großen grauen Kästen am Straßenrand – das bisherige Kupferkabel durch Glasfaserkabel zu ersetzen. Je näher der Kunde an dem Multifunktionsgehäuse wohnt, desto höher ist die Übertragungsgeschwindigkeit. Die Leitungen, die vom Multifunktionsgehäuse zum Verbraucher führen, bleiben weiterhin aus Kupfer. Allerdings sorgt eine sogenannte „Vectoring-Technik“ dafür, dass die elektromagnetischen Störungen, die auf Kupferleitungen auftreten, beseitigt werden. Dadurch entsteht eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit.

„Das genaue Ausbaugebiet ist noch in der Feinplanung“

Bislang steht fest, dass der Ausbau in den kommenden Wochen beginnt. Ein konkretes Datum wird das Telekommunikationsunternehmen ankündigen, sobald der genaue Ausbautermin fixiert ist. Auf die Frage, ob auch entlegene Viertel von Gaste mit dem schnellen Internet versorgt werden können, antwortete Halle: „Das genaue Ausbaugebiet ist noch in der Feinplanung.“ Sie verweist aber darauf, dass der Ausbau „auch immer wirtschaftlich sein muss“.

„Wir gehen immer in Etappen vor“

Halle kann aktuell auch noch nicht sagen, wie sich der Ausbau des Glasfaser-Netzes während der Ausbauzeit auf die Bevölkerung auswirkt und mit welchen Baustellen wo und wann zu rechnen ist. Sie verspricht: „Wir gehen immer in Etappen vor und halten die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich.“

„Das nächste, wichtige und positive Infrastrukturprojekt in Hasbergen“

Bürgermeister Holger Elixmann kommentiert: „Nach den beschlossenen deutlichen Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr ist der Ausbau des Highspeed-Internet nun das nächste, wichtige und positive Infrastrukturprojekt in Hasbergen.“


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