20.04.2017, 12:53 Uhr

Sögel, Haren, Lingen Polizei warnt: Organisierte Bettler im Emsland unterwegs

Am Dienstag und Mittwoch wurden der Polizei vermehrt Bettler in Wohngebieten im Emsland gemeldet. Symbolfoto: Colourbox.deAm Dienstag und Mittwoch wurden der Polizei vermehrt Bettler in Wohngebieten im Emsland gemeldet. Symbolfoto: Colourbox.de

bhav/pm Haren. Am Dienstag und Mittwoch wurden der Polizei vermehrt Bettler in Wohngebieten im Emsland gemeldet. Alleine oder als Paar gingen die Bettler zuletzt in Sögel, Haren und Lingen von Haus zu Haus und klingelten an den Haustüren.

Oftmals unter Angabe nicht überprüfbarer Notsituationen bitten sie laut Polizeimeldung die angetroffenen Hauseigentümer um Geld oder Arbeit. Vielfach wurden in der Vergangenheit dieselben Notsituationen wiederholt oder leicht abgeändert geschildert. Die Polizei rät in diesem Zusammenhang dringend dazu, keine der Personen ins Haus zu lassen. Bereits Anfang April wurden Bettler in Meppen der Polizei gemeldet.

Bettler meistens nicht obdachlos

Nahezu alle Bettler, die zuletzt im Emsland auffielen, sind rumänische Staatsbürger und durchaus als Gruppe organisiert. Nach Erkenntnissen der Polizei ist es nicht so, dass diese Menschen obdachlos oder völlig mittellos sind. Vielfach werden sie in größeren Gruppen in den Städten abgesetzt und nach Stunden wieder eingesammelt.

Am Mittwochmittag wurde eine fünfköpfige Gruppe Rumänen in Sögel ‚Am Markt‘ von einer Polizeistreife überprüft. Auch an der Raststätte der A31 kontrollierte eine Einsatzstreife der Autobahnpolizei insgesamt 15 Personen, die nach Polizeiangaben einer organisierten rumänischen Bettlergruppe angehörten.

Nur an seriöse Organisationen spenden

Da der Polizei viele der immer wiederkehrenden Bettler bekannt sind, wird dazu geraten, die eigene Spendenbereitschaft seriöseren Organisationen zuteilwerden zu lassen. Gleichzeitig sollte man aber Gruppen auch nicht nach Hilfsbedürftigkeit pauschalisieren, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Das Fragen nach Geld ist nicht strafbar, aggressives und aufdringliches Betteln hingegen ist jedoch nicht erlaubt.

Nach Erkenntnissen der Polizei reisen die organisierten Bettlergruppen überwiegend aus Nordrhein-Westfalen an und am Abend dann wieder zurück. Ob die eingesammelten Spenden dann überhaupt bei notdürftigen Menschen ankommen oder aber an Hintermänner abgeführt werden, ist unklar.


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