12.07.2016, 10:35 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Vermutlich Zigarette Auslöser Lebensgefährlich verletzt: Senior aus Haren fängt Feuer

Vermutlich durch eine Zigarette hat die Bekleidung eines Senioren in Haren Feuer gefangen. Löschen selbst konnte er das Feuer nicht.  Symbolfoto: dpaVermutlich durch eine Zigarette hat die Bekleidung eines Senioren in Haren Feuer gefangen. Löschen selbst konnte er das Feuer nicht. Symbolfoto: dpa

bhav/jma Haren. Vermutlich durch eine Zigarette hat die Bekleidung eines Senioren in Haren Feuer gefangen. Löschen selbst konnte er das Feuer nicht. Er zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu und musste in eine Spezialklinik gebracht werden.

Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich das Unglück am Montagnachmittag auf einem Balkon in einem Seniorenzentrum an der Mittelstraße in Haren. Nach den bisherigen Feststellungen hatte gegen 15.45 Uhr eine Bewohnerin beobachtet, dass der im Rollstuhl sitzende Mitbewohner in Flammen stand. Das Feuer konnte von sofort verständigten Pflegekräften mit Decken gelöscht werden. Der 90-Jährige zog sich lebensgefährliche Brandverletzungen zu und wurde mit einem Rettungswagen in das Meppener Krankenhaus gebracht und noch am selben Tag in eine Spezialklinik verlegt.

War die Zigarette schuld?

Nach den ersten Feststellungen der Polizei befand sich der Mann offensichtlich zum Rauchen auf dem „Raucherbalkon“. Die Polizei geht nach den bisherigen Ermittlungen davon aus, dass durch die brennende Zigarette die Bekleidung des Mannes Feuer fing und dieser den Brand nicht selbstständig löschen konnte. Hinweise auf ein Fremdverschulden haben sich nicht ergeben.

Geschäftsführung und Mitarbeiter sind schockiert

Auf Nachfrage unserer Zeitung bezeichnete der Heimleiter den Vorfall als „tragischen Unfall“: „In unserer bisherigen Geschichte ist so ein Vorfall noch nicht passiert. Die Geschäftsführung und die Mitarbeiter sind schockiert“, sagte Thorsten Dierker. Er betonte zugleich, dass für das Seniorenzentrum St. Martinus die Würde und die Unabhängigkeit des Einzelnen im Mittelpunkt der täglichen Arbeit stehe. Man wolle und dürfe die Freiheit der Bewohner nicht beschneiden. „Wenn einer unserer Bewohner unseren Balkon oder unsere Außenanlagen zum Rauchen benutzt, tut er dies auf eigene Verantwortung“, fügte Dierker hinzu. Eine permanente Betreuung durch seine Mitarbeiter könne nicht immer geleistet werden.


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