23.02.2016, 10:05 Uhr

Besitzer stellen Strafanzeige Mehr als 20 Katzen in Haren-Tinnen verschwunden

Kater Otto ist die letzte im Wohnviertel verbliebene Katze. Gern spielt Mika Holterhaus mit ihm, denn sein Kater Maxi ist ebenfalls spurlos verschwunden. Derweil suchen Florian Girmann (v.l.), Viktor und Maria Frischer, Rainer Budna, Nicole Holterhaus, Heike Nickel und Kerstin Bruns weiter nach ihren Samtpfoten. Foto: EngelkenKater Otto ist die letzte im Wohnviertel verbliebene Katze. Gern spielt Mika Holterhaus mit ihm, denn sein Kater Maxi ist ebenfalls spurlos verschwunden. Derweil suchen Florian Girmann (v.l.), Viktor und Maria Frischer, Rainer Budna, Nicole Holterhaus, Heike Nickel und Kerstin Bruns weiter nach ihren Samtpfoten. Foto: Engelken

Haren. Kater Otto lebt gefährlich in Tinnen. Meint zumindest sein Frauchen Kerstin Bruns. Der Grund: In den vergangenen Wochen verschwanden im Harener Ortsteil zehn Katzen. Spurlos. Deren Besitzer haben sich jetzt zusammen getan und forschen nach der Ursache.

Neben Kerstin Bruns vermisst auch Rainer Budna ein Tier, seit Mitte Februar ist seine Katze Maxi verschwunden. „Gut zehn Katzen waren es in den vergangen Wochen, nochmal so viele im vergangenen Jahr, das ist außergewöhnlich und auffällig“, meint Budna. Überall suchte er bereits. Lief umliegenden Straßen ab, durchsuchte den angrenzenden Wald. Doch gefunden hat er seine rot getigerte Samtpfote nicht. Stattdessen aber traf er Katzenbesitzer aus der Nachbarschaft und der weiteren Umgebung im Harener Ortsteil, die ebenfalls auf der Suche nach ihren Tieren waren und bisher keinen Anhaltspunkt für das Verschwinden ausmachen konnten. Weder an den Straßenrändern noch im Wald lagen verendete Tiere. Und auch im ganzen Ort waren sie nicht aufzufinden.

Selbst bei der Tierschutzorganisation Tasso, bei denen sämtliche Tiere registriert sind, wurden sie nicht als gefunden gemeldet. Dabei trugen die meisten Katzen auffällige Tätowierungen in den Ohren, mithilfe derer man die Eigentümer einer Katze ausfindig machen kann. „Wie vom Erdboden verschluckt“, sagt Kerstin Bruns.

Katzenbesitzer sind besorgt

Im vergangenen Jahr musste sie bereits den Verlust von Kater Emil verkraften, jetzt von Bert. Am meisten darunter leidet ihr verbliebener Kater Otto. Er ist mittlerweile die einzige Katze in einer ganzen Siedlung, in der noch vor Monaten fast jeder Haushalt mindestens ein Tier hatte. Ottos Frauchen ist besorgt: „Wir wissen nicht, was passiert ist, aber die Menge ist sehr auffällig.“ Vermutungen anstellen möchten sie und ihre Mitstreiter nicht. Und auch niemanden verdächtigen, die Katzen getötet zu haben. Allerdings kommt ihnen die hohe Anzahl an verschwunden Tieren bedenklich vor.

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Deshalb hat Rainer Budna jetzt Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Zuvor hatte er Kontakt zum Tierschutzverein aufgenommen und den Sachverhalt erläutert. Der Verein bestätigte ebenfalls die Auffälligkeit und riet zur Anzeige. Denn nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes stellt das Töten einer Katze immerhin eine Straftat dar, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden kann.

Hoffnung auf Hinweise der Bevölkerung

Doch neben der Polizei setzen die Tierbesitzer vor allem auf die Hilfe der Bevölkerung. So hat Budna beispielsweise eine Belohnung für den Finder von Maxi ausgesetzt. Aber auch für Hinweise, die bei der Aufklärung des Verschwindens helfen, haben alle gemeinsam eine Belohnung ausgesetzt. „Für uns gehören die Katzen zur Familie. Wir und unsere Kinder hängen sehr an ihnen und vermissen sie“, verdeutlicht Budna die Situation.

Deshalb hofft er auch auf Unterstützung der Bevölkerung. Infos nimmt er entgegen unter Tel. 05932/5001978 oder per E-Mail an katzensuche@freenet.de .

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