25.11.2010, 15:41 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Röchling Haren blickt wieder optimistisch in die Zukunft Umsatz von 200 Millionen Euro

Die Produktionspalette von Röchling erläuterte Geschäftsführer Dr. Joachim Brunswicker den CDU-Wirtschaftsvertretern. Foto: Hermann-Josef MammesDie Produktionspalette von Röchling erläuterte Geschäftsführer Dr. Joachim Brunswicker den CDU-Wirtschaftsvertretern. Foto: Hermann-Josef Mammes

ma Haren. Die Röchling High Performance Plastics blickt wieder optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen rechnet damit, dass allein die Produktionsstätte in Haren-Altenberge einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro erwirtschaftet.

Diese Zahlen nannte Geschäftsführer Dr. Joachim Brunswicker während einer Betriebsbesichtigung Mitgliedern der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU im Kreisverband Meppen.

Damit wird die Betriebsstätte mit ihren 630 Mitarbeitern das Vorjahresergebnis von 176 Millionen Euro Umsatz, das jedoch der weltweiten Wirtschaftskrise geschuldet war, erheblich übertreffen.

Zudem konnte Brunswicker den MIT-Vertretern mitteilen, dass das Unternehmen am Stammsitz in Haren-Altenberge auch wieder kräftig investiert. Nach dem Bau einer neuen Produktionshalle vor zwei Jahren wird gerade eine zweite Halle in einer Größenordnung von 4000 Quadratmetern errichtet. Brunswicker wörtlich: „Wir haben in Haren Zukunftspläne in mehreren Abteilungen.“ Hier wird seit 1935 bereits produziert. Insgesamt ist das Unternehmen mit weltweit 5450 Mitarbeitern an 54 Standorten in 20 Ländern, darunter auch China, Indien und USA, tätig. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 831 Millionen Euro. „Wir werden in diesem Jahr die Milliarde erreichen“, prophezeite der Geschäftsführer.

Während eines Rundgangs durch die Produktionsstätte erläuterte Brunswicker die große Bandbreite der Produktpalette. So sind Isolierteile aus Haren-Altenberge auch im Velaro-Hochgeschwindigkeitszug unterwegs, der zwischen Moskau und St. Petersburg pendelt. Die Siemens-Transformatoren bedienen sich der Isolierteile aus Lignostone und Durostone. Ein weiteres Hightech-Produkt ist „Trafoboard“. Dabei handelt es sich um einen neuen Isolationswerkstoff für Hochspannungstransformatoren. Bei der Entwicklung arbeitet Röchling mit der Fachhochschule Osnabrück zusammen.

Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Spielgeräteherstellung. Hier kommen farbenfrohe Polystone-Platten zum Einsatz. In Kooperation mit ELA-Container aus Haren wurden zudem Durostone-Bodenplatten hergestellt. Die Bandbreite ist groß und reicht vom Fülltrichter für Silos über Kabelkanäle für die Deutsche Bahn AG bis zur Schaufel für Radlader.


0 Kommentare