16.04.2017, 16:09 Uhr

Wachet und betet Zwölf Hagener Jugendliche machen Nacht zu Ostern durch

Zwölf Jugendliche verbrachten die Osternacht in Hagen gemeinsam. Foto: Eduard EbelZwölf Jugendliche verbrachten die Osternacht in Hagen gemeinsam. Foto: Eduard Ebel

ebl Hagen. Entweder man schläft vor Ostern aus und sucht am nächsten Morgen hellwach nach bunten Eiern im Garten – oder man macht es wie zwölf Jugendliche aus Hagen: Gemeinsam mit ihrer Gruppenleiterin machten sie die Nacht durch und verfolgten spielerisch den Kreuzweg Jesu.

„Ich finde es super, dass ihr hier seid, um gemeinsam die Osternacht im wachen Zustand zu erleben“, sagte Sina Klöver, Diakonin der evangelischen Kirchengemeinde in Hagen. Sie freute sich über die rege Teilnahme am Samstag im Melanchthonhaus. „Es ist schon Jahre her, dass wir diese Nacht zuletzt veranstaltet haben. Ich war der Meinung, dass es in diesmal wieder höchste Zeit dazu wäre.“ So wurde vorher mit den Teilnehmern alles organisiert. „Für mich wird das Wachbleiben kein Problem sein – denn mit drei Kindern zu Hause, habe ich schon genug Übung“, erzählte Sina Klöver.

Werken, Eier färben und Religion

Ab neun Uhr abends trudelten die gut gelaunten Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren mit Schlafsäcken und Isomatten ein. Dabei gab es einen streng durchgetakteten Zeitplan, wie die Nacht gestaltet werden sollte: „In jeder Stunde treffen wir uns Gebetsraum begleiten den Kreuzweg Jesu anhand von Bildern und singen dabei Lieder“, so Klöver. Währenddessen bedienten sich die Teenager am Büffet. In der Küche wurden Eier gefärbt und ein Osterzopf gebacken. Auch die handwerklichen Talente waren gefordert: Mit einer Stichsäge und Tafellack fertigten sie Memoblocks an. Für diejenigen, deren Augen doch schlappmachten, blieb nur eins übrig: Ab in die Turnhalle und schlafen gehen.

Morgendlicher Ostermarsch nach Gellenbeck

Doch mit dem Wachbleiben war es nicht getan: Abschließend ging es um sechs Uhr morgens zum Osterfrühgottesdienst ins benachbarte Gellenbeck, das nach einer Stunde Fußweg erreicht wurde. „Das ist für die ganz Müden eine gute Gelegenheit, wieder wach zu werden“, sagte die Gruppenleiterin. „Aber dann dürfen sich alle Beteiligten über ein leckeres Frühstück vor Ort freuen.“

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