30.11.2016, 10:48 Uhr

Arbeitskreis Ökumene aktiv Glandorf: Adventliche Begegnungen bei Handwerkern

Mit den „Adventlichen Begegnungen“ ziehen Monika Drücker und Gerhard Böcker durch Handwerksbetriebe in Glandorf und Schwege. Stets mit dabei sind die Figuren von Maria und Josef. Foto: Carolin HlawatschMit den „Adventlichen Begegnungen“ ziehen Monika Drücker und Gerhard Böcker durch Handwerksbetriebe in Glandorf und Schwege. Stets mit dabei sind die Figuren von Maria und Josef. Foto: Carolin Hlawatsch

Glandorf. Eine flackernde Kerze, die Figuren von Maria und Josef, sowie Lieder, Gebete und Meditation sind Konstanten bei den adventlichen Begegnungen in Glandorf und Schwege. Wechselnd hingegen sind die Orte, an denen der Arbeitskreis Ökumene Glandorf das besinnliche Treffen realisiert.

Es ist eiskalt in der Handwerkshalle des Bauunternehmens Gründker in Glandorf. Eingepackt in dicke Winterjacken bereiten Monika Drücker und Gerhard Böcker eine neue adventliche Begegnung vor. „In diesem Jahr finden die cirka 30-minütigen Andachten in verschiedenen Handwerksbetrieben statt“, erklären die zwei Mitglieder des Arbeitskreis Ökumene, während sie mit ihrer Dekoration ein wenig Behaglichkeit in die Halle bringen.

Um die 100 Besucher

Seit der Gründung des Kreises vor fünf Jahren, gibt es die adventlichen Begegnungen, die inzwischen für viele fest zur Vorweihnachtszeit in Glandorf gehören. „Oft kommen um die 100 Besucher“, freut sich Monika Drücker. Dass es an manch‘ einem der ausgesuchten Orte kalt sein kann, darauf seien die Leute eingestellt, rücken warm angezogen auf den Sitzbänken zusammen.

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Das Motto der adventlichen Begegnungen ist „Gott kommt an“. „In Anlehnung an die Weihnachtsgeschichte, an die Suche Maria und Josefs nach einer Herberge für sich und das Jesuskind, suchen wir hier für die kleine, vorweihnachtliche Veranstaltung auch Unterkunft“, erklärt Gerhard Böcker. Einlass gewährten in den letzten Jahren soziale Einrichtungen wie die Obdachloseunterkunft oder das Theresien-Haus in Glandorf, Einzelhandelsgeschäfte, Vereine, Gaststätten, Kindergärten und nun Handwerksbetriebe.

Etwas weitergeben

Die Teilnehmer der Adventlichen Begegnungen schätzen neben der besinnlichen Stimmung auch den Blick hinter die Kulissen der Institutionen, der sich nebenbei ergibt. „Die Freude, die wir den Menschen mit dieser Veranstaltung machen, bekommen wir reichlich zurück“, versuchen Monika Drücker und Gerhard Böcker ihren ehrenamtlichen Einsatz zu erklären. Etwas an seine Mitmenschen weitergeben, Dinge, deren Realisation von Gemeinden und Städten nicht finanziert werden könne, davon lebe unsere Gesellschaft.

Zum Arbeitskreis Ökumene gehören auch der katholische Pastor Ulrich Müller, der evangelische Pastor Stephan Jannasch, Mariele Dettmeyer, Maria Lemper, Sonja Laumann, Gaby Lohse, Leni Heilmann und Heike Böckenholt. Zusammen organisieren sie neben den Advents-Andachten den ökumenischen Pfingstgottesdienst auf dem Gelände der Ludwig-Windthorst-Schule und viermal im Jahr Taizé-Andachten. Auch bei der Gestaltung der Ende März anstehenden Reise im Zuge des Luther-Jahres, zu der sich 50 Interessierte anmeldeten, wirken sie mit.

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Weitere Termine

Die Adventlichen Begegnungen in der Vorweihnachtszeit finden immer montags um 19 Uhr statt: Am 5. Dezember bei der Firma Funke Werbetechnik, am 12. Dezember in der Bäckerei Wolke in Schwege und am 19. Dezember bei der Sargfabrik Schmidt-Hendker.

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