29.11.2016, 19:32 Uhr

Neugestaltung für 490000 Euro? GMHütter Waldbad will für Familien attraktiver werden

Das Waldbad in Georgsmarienhütte könnte nach einem Neugestaltungskonzept des Betreibers DLRG für 490000 Euro eine deutliche Aufwertung erfahren. Symbolfoto: GründelDas Waldbad in Georgsmarienhütte könnte nach einem Neugestaltungskonzept des Betreibers DLRG für 490000 Euro eine deutliche Aufwertung erfahren. Symbolfoto: Gründel

Die DLRG, die seit 1996 das Waldbad in Alt-Hütte betreibt, hat große Pläne: Das idyllische gelegene Naturbad soll vor allem für Familien deutlich attraktiver werden. Dazu ist jetzt ein Neugestaltungskonzept vorgestellt worden. Die veranschlagten Umbaukosten: 488283 Euro.

Georgsmarienhütte. Die am Ende der Präsentation plötzlich in den Raum gestellte Investitionssumme von knapp 490000 Euro, die bei einer abschnittsweisen Realisierung bis 2022 notwendig wäre, würde sich allerdings noch um einen Eigenleistungen-Anteil reduzieren, der von den DLRG-Mitgliedern erbracht wird.

„Zukunftsfähige Attraktivierung“

Dennoch waren die meisten Mitglieder des Ausschusses für Sport, Gebäudemanagement, Soziales und Jugend über den Gesamtfinanzbedarf einigermaßen erstaunt. Denn letzter Diskussionsstand im Zusammenhang mit dem Haushalt 2016 war, dass sich der Aufwand bei der Neugestaltung des Nichtschwimmerbereichs nach „grober Kostenschätzung“ für bauliche Maßnahmen bei rund 100000 Euro bewegte. Deshalb sind seinerzeit auch jeweils 50000 Euro in den Haushalt 2016 und 2017 eingestellt worden.

Für das laufende Jahr ist die Freigabe der Mittel, die mit „Priorität zwei“ versehen sind – also nur umgesetzt werden, wenn die Haushaltslage es zulässt –, damit verknüpft worden, dass ein Konzept mit Kostenkalkulation und möglichen Bauabschnitten vorliegt.

Das ist jetzt von der DLRG erfolgt – und gleich ein mögliches Gesamtkonzept ausgearbeitet worden. DLRG-Vorstandsmitglied Jürgen Grottendiek bei der Vorstellung im Ausschuss: „Unser Ziel ist es, mehr Familien ins Bad zu holen. Die Auswertung der Besucherzahlen, die für 2016 knapp 10000 Zahlende ausweisen, hat auch ergeben, dass wir ungefähr doppelt so viele Erwachsene wie Jugendliche als Gäste haben.“

So könnte sich das Waldbad demnächst präsentieren, wenn das Entwurfskonzept Realität wird. Auffälligste Änderungen: die Neugestaltung des Nichtschwimmerbereichs (links unten) und der Außenanlagen (oben). Grafik: Wiebold GmbH

Das von der DLRG beauftragte Osnabrücker Landschaftsarchitekten-Büro hat eine „zukunftsfähige Attraktivierung der gesamten Außenanlage des Waldbades“ erarbeitet, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Grundsätzliche Einschätzung des Büros: Die Nachfrage nach Naturbad-Angeboten steigt, da sie ohne chemische Reinigung betrieben werden und damit im Trend liegen. Als die ersten beiden Abschnitte sind im Wiebold-Entwurf ein „Wasserspielbereich Nichtschwimmer“ sowie eine Fläche mit „Sandspielplatz/Kletterkombination mit Kiesbett und Wasserlauf“ vorgesehen, deren Realisierung in „einem Zuge“ sinnvoll wäre. Der veranschlagte Finanzrahmen liegt bei rund 146000 Euro – abzüglich der Eigenleistungen der DLRG. Die weiteren der insgesamt acht Abschnitte umfassen die Veränderung des Beckens, um Platz für eine Ausweitung des Liegebereichs (Grottendiek: „Wir haben Wasserfläche ohne Ende, aber nicht genügend Liegefläche) mit einem Liegedeck aus Holz zu gewinnen. Des Weiteren ist am Wasserrand eine Boulder-Kletterwand vorgesehen.

Beschlussempfehlung ohne Gegenstimme

Bürgermeister Ansgar Pohlmann: „Es geht mit der Freigabe der Mittel der Priorität zwei nur um die Sicherstellung der weiteren Planungskosten für die Schritte eins und zwei “ – die Neugestaltung des Nichtschwimmer- und Kinderbereichs. Die Beschlussempfehlung des Ausschusses erfolgte hier bei einer Enthaltung. Der Gesamtentwurf wird jetzt in den Fraktionen diskutiert.


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