19.10.2016, 17:33 Uhr

Rund 460.000 Euro Zuschuss Land fördert Gewässerprojekt in Georgsmarienhütte

Nach 44 Jahren als SPD-Ratsmitglied scheidet Klaus Kraegeloh (72) aus. Foto: Petra PieperNach 44 Jahren als SPD-Ratsmitglied scheidet Klaus Kraegeloh (72) aus. Foto: Petra Pieper

Georgsmarienhütte. Das Land Niedersachsen fördert die Neuanlage eines „auentypischen Gewässers“ am Breenbach in GMHütte mit 90 Prozent der Gesamtkosten von 514.000 Euro.

Mit der Bekanntgabe einer Förderzusage für die Neuanlage eines „auentypischen Gewässers“ im Bereich Am Breenbach eröffnete Fachbereichsleiter Torsten Dimek die letzte Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau, Umwelt und Verkehr. Das Land Niedersachsen fördert die Fließgewässerentwicklungsmaßnahme mit 90 Prozent der Gesamtkosten von 514 000 Euro.

Noch keine Förderzusagen gibt es für das in einem bürgerschaftlichen Prozess erarbeitete Naherholungskonzept Kloster Oesede. Aber um die Einwerbung von Fördergeldern auf eine verlässliche Basis zu stellen, hat die Verwaltung die geschätzten Kosten für das Konzept ermittelt. Demnach wären für folgende Maßnahmen die in Klammern gesetzten Kosten einzuplanen: Kulturweg (60 000 Euro), Rund-um-Kloster Oesede-Wanderweg (14 500 Euro), Aussichtsplattform im Mühlenteich (18 000 Euro), Aufmauern der Grundmauern der Ölmühle (20 000 Euro), Erneuerung Marktplatz mit Sitzgruppe und Wasserspiel (123 000 Euro) sowie Sanierung Saal Steinfeld (700 000 Euro). Der Ausschuss stimmte dem Maßnahmenkonzept einstimmig zu.

Böttcherstraße

Eine Bauvoranfrage zur Verdichtung der Bebauung an der Böttcherstraße in Dröper wird positiv beantwortet, sofern die überwiegende Zahl der Nachbarn dem Bauvorhaben zustimmt.

Schallschutz

Der Antrag eines Anliegers am Eschweg zum Bau einer 2,60 Meter hohen Schallschutzwand wird nicht zugestimmt. Bis zu einer Höhe von zwei Metern seien solche Bauwerke nicht genehmigungspflichtig, teilte die Verwaltung mit. Eine höhere Umzäunung hielt die Mehrheit der Ausschussmitglieder für städtebaulich nicht vertretbar. Der Leiter der Planungsabteilung wird das Gespräch mit dem Anlieger suchen.

Bauen erlaubt

Dem Antrag eines Landwirts zum Umbau landwirtschaftlich genutzter Gebäude in drei Wohnungen auf seinem Hof wird stattgegeben, falls der zuständige Landkreis zustimmt, da die Funktion des Bauernhofes nicht beeinträchtigt werde.

Zuckerhut

Der Antrag, eine im Bebauungsplan Zuckerhut bislang als Wald festgesetzte, aber asphaltierte Fläche als Baugrundstück auszuweisen, wurde kritisch gesehen. Hier soll das Gespräch gesucht werden.

Mehrere Ratsmitglieder sind in der am 1. November beginnenden Wahlperiode nicht mehr dabei. Während die jüngeren unter ihnen sich der nächsten Wahl stellen können, ist für Klaus Kraegeloh (72) klar, dass er nach 44 Jahren als SPD-Abgeordneter nun endgültig ausscheidet. „Gerade jetzt, wo wir die absolute Mehrheit der CDU gebrochen haben und es spannend wird, hau ich ab“, bedauerte er seinen eigenen Entschluss ein wenig. Aber er werde die Politik weiterhin aufmerksam verfolgen, versprach Kraegeloh.


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