22.02.2012, 14:45 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Gute Erfahrungen im Franziskus-Hospital Erstmals künstliche Lunge verwendet

Die künstliche Lunge haben Oberarzt Dr. Sebastian Ellis und Assistenzärztin Dr. Meike Engelmeyer erfolgreich im Franziskus-Hospital Harderberg eingesetzt. Foto: Niels-Stensen-KlinikenDie künstliche Lunge haben Oberarzt Dr. Sebastian Ellis und Assistenzärztin Dr. Meike Engelmeyer erfolgreich im Franziskus-Hospital Harderberg eingesetzt. Foto: Niels-Stensen-Kliniken

Georgsmarienhütte. In den Niels-Stensen-Kliniken Franziskus-Hospital Harderberg ist jetzt erstmals eine künstliche Lunge eingesetzt worden. Oberarzt Dr. Sebastian Ellis sei Experte auf diesem Gebiet und habe so einer Patientin helfen können, die mit akutem Lungenversagen in das Krankenhaus gekommen sei, teilte die Klinik jetzt in einer Presseerklärung mit.

„Bei der Patientin war der Einsatz der künstlichen Lunge nötig, weil die Kohlendioxidabsonderung nicht funktionierte“, so Ellis. Die künstliche Lunge sei in Fällen wie diesem die schonendste Behandlungsmöglichkeit: „Durch das erstmals praktizierte Verfahren konnten wir eine maschinelle Beatmung vermeiden und eine eventuelle Schädigung verhindern“, so der Mediziner.

Die Patientin hatte plötzlich ein schnell fortschreitendes Lungenversagen entwickelt. „Wir haben sofort gehandelt und ihr die künstliche Lunge über die Leistenarterie und Leistenvene implantiert“, sagte der Oberarzt, der die künstliche Lunge an den Blutkreislauf der Patientin angeschlossen hat. Dadurch konnte dann der notwendige Gasaustausch stattfinden.

Die guten Erfahrungen ermutigten das Franziskus-Hospital Harderberg , dieses Verfahren häufiger einzusetzen, heißt es in der Mitteilung weiter. Es sei immer dann angezeigt, wenn die Sauerstoffaufnahme noch möglich ist. Sollte diese auch nicht mehr funktionieren, müsste der Patient an eine aufwendige künstliche Lungenmaschine angeschlossen werden. Die Vorteile des neuen Verfahrens liegen laut Dr. Ellis auf der Hand: Man spare Beatmungszeit, habe weniger Infekte und Komplikationen. Auch die Heilung gehe schneller voran.


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