22.06.2011, 12:35 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Preisverleihung in der Villa Stahmer – Wettbewerb in der Altersklasse einmalig in der Region Georgsmarienütte: Junge Künstler gestalten Vorbilder

Die Gewinner des Kunstwettbewerbs der Kunst- und Kulturstiftung Georgsmarienhütte in der Villa Stahmer. Foto: privatDie Gewinner des Kunstwettbewerbs der Kunst- und Kulturstiftung Georgsmarienhütte in der Villa Stahmer. Foto: privat

pm Georgsmarienhütte. Zum 3. Mal hat die Kunst- und Kulturstiftung Georgsmarienhütte im Januar einen Kunstwettbewerb für Jugendliche von 14 bis 19 Jahren in Georgsmarienhütte mit dem Thema „Vorbilder“ ausgeschrieben. Jetzt fand im Museum Villa Stahmer die Preisverleihung statt.

In seiner Begrüßung wies Bürgermeister Ansgar Pohlmann auf die Bedeutung dieser Stiftung für die kulturelle Entwicklung in Georgsmarienhütte hin. Denn diese Kunstwettbewerbe für Jugendliche sind in dieser Region einmalig.

Nikolaus Schuck, Vorsitzender der Kunst- und Kulturstiftung, erläuterte anschließend, dass – im Gegensatz zu den Wettbewerben 2007 („Ein heißes Eisen“) und 2009 („Medien: Chancen und Risiken“) – diesmal mit dem Thema „Vorbilder“ ein „problematischer“ Trend nicht zwangsläufig vorgegeben war. Mit etwa 250 eingereichten Arbeiten war das Echo auf die Ausschreibung wieder erfreulich groß. Die jungen Künstler deuteten das Thema auf verschiedene Weise und wählten als Vorbilder nicht nur Popstars, Fußballer und schlanke Mädchen, sondern zum Beispiel auch Friedensstifter, Naturschützer, Theaterschauspieler und das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen.

Da die künstlerische Qualität vieler Arbeiten beachtlich war, entschied die Jury, die Preisgelder stärker als bisher zu splitten, sodass ein 1. Preis (200 Euro an Martin Möllenkamp), vier 2. Preise (je 100 Euro an Franziska Schaermann, Jason Tienemann, Jennifer Lanwermeyer, Julia Mause) und vier 3. Preise (je 50 Euro an Alena Plagmann, Annika Pleye, Jasmin Travica, Selim Arslan) vergeben wurden.

Bei der anschließenden Eröffnung der Ausstellung von rund 30 ausgewählten Bildern, die bis zum 7. Juli dauert, hatten die jungen Künstler Gelegenheit, den Gästen ihre Werke persönlich zu präsentieren und zu erläutern.

Zum Abschluss kündigte Nikolaus Schuck an, dass die Kunst- und Kulturstiftung im Oktober dieses Jahres einen „Literarischen Herbst“ mit dem Schwerpunktthema „Lesen“ veranstaltet, bei dem Reiner Stach aus seiner Kafka-Biografie lesen, Stephan Lüddemann, Kulturredakteur der Neuen OZ, über die gesellschaftliche Bedeutung des Lesens referieren wird, Jugendliche eigene Lyrik- und Prosa-Werke vortragen und Lieblingsbücher Jugendlicher ausgestellt werden.


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