30.11.2012, 08:06 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Doppelpremiere am Sonntag Schneewittchen als aufgepeppter Märchenklassiker auf der Waldbühne Kloster Oesede

<em>Großer Auftritt</em> für zwölf Mitglieder des Waldbühnen-Jugendensembles. Unser Foto zeigt (von links) Matthis Marstall (Reinhard, der schöne Prinz), Tanja Pagenstecher als „böse Königin“, Fiona Salzwedel als Schneewittchen sowie Julius Ruhe als Zwerg Morpheus. Foto: WaldbühneGroßer Auftritt für zwölf Mitglieder des Waldbühnen-Jugendensembles. Unser Foto zeigt (von links) Matthis Marstall (Reinhard, der schöne Prinz), Tanja Pagenstecher als „böse Königin“, Fiona Salzwedel als Schneewittchen sowie Julius Ruhe als Zwerg Morpheus. Foto: Waldbühne

Georgsmarienhütte. Solche Töne hat der Märchenklassiker „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ normalerweise nicht zu bieten: „Ey Alter, noch so eine krasse Braut“, staunt der nie um einen coolen Spruch verlegene Zwerg Tarkan beim Anblick der bösen Schwiegermutter. Am Sonntag hat das dritte Winterstück der Waldbühne in der Aula der Realschule Doppelpremiere: Um 14.30 und um 16.30 Uhr stehen die beiden ersten von vier Aufführungsterminen auf dem Programm.

Nach der Generalprobe am Mittwochabend gab es nach 80 überaus peppigen Bühnenminuten „Standing Ovations“ für die zwölf Nachwuchsakteure. Patrick Hehmann und Ute Steffen, die bereits für den letztjährigen „Aschenbrödel“-Erfolg mitverantwortlich war, führen bei der auf einer Vorlage von Kerstin Toelle von der Bremer Musical Company basierenden Inszenierung Regie. Die beiden haben auch die „Klassiker“-Bearbeitung als Winterstück vorgeschlagen. „Der bekannte Stoff wird hier auf ungewöhnliche Weise und zum Teil in jugendtypischer Sprache präsentiert. Außerdem hat jede Rolle ihren eigenen Charakter“, erläutern sie die Auswahlgründe.

Vor allem die Zwerge sind „starke Typen“. Dies gilt besonders für Harry und Turkan, die gleich in der Eingangsszene für witzige Momente sowie Lacher sorgen und das Geschehen auch mal wie einen Live-Bericht im Reality-TV kommentieren: „Wir schalten ins Small-Brother-Haus.“ Das Publikum wird an vielen Stellen als Hinweisgeber in die Handlung einbezogen und ist spätestens nach dem Zwergen-Song in der fünften Szene in Mitklatsch-Stimmung. In den Bann ziehen die Auftritte der bösen Königin. Die Wirkung der Handlung wird bei einigen Szenen durch Hall-, Beleuchtungs- und Nebel-Effekte geschickt verstärkt. Ergebnis: eine moderne Schneewittchen-Variante, die für Spaß beim Publikum sorgt und an die Winterstück-Erfolge anknüpfen dürfte. Die meisten Akteure stehen übrigens erstmals auf der Bühne.

Schneewittchen: Vorstellungen am 2. und 16. Dezember, 14.30 und 16.30 Uhr; Aula der Realschule


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