21.01.2011, 11:44 Uhr zuletzt aktualisiert vor

"Trennung nicht akzeptiert" Nach tödlichen Stichen in Georgsmarienhütte: Mord-Anklage gegen Ehemann


Georgsmarienhütte. Diese Bluttat schockierte im Oktober die Region: Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat jetzt gegen einen 47 Jahre alten Mann Anklage wegen Mordes erhoben. Ihm wird vorgeworfen, am 26. Oktober 2010 an der Teutoburger-Wald-Straße in Georgsmarienhütte seine von ihm getrennt lebende Ehefrau mit einem Messer getötet zu haben.

Wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück am Freitag mitteilte, war es vor der Bluttat zwischen den Eheleuten zu mehrfachen Trennungen und Versöhnungen gekommen. Nach Ermittlungen der Osnabrücker Polizei, eskalierte die Situation, als sich die Ehefrau vom Angeschuldigten endgültig trennen wollte.

Nach den Worten der Anklage mochte der Mann dieses nicht akzeptieren und stellte ihr zunächst mehrfach nach. Schließlich beschloss er, seine Frau zu töten, weil „wenn er sie nicht haben könne, auch kein anderer Mann sie haben solle.“ Laut Anklage lauerte er ihr am Tattag morgens an ihrer neuen Wohnung an der Teutoburger-Wald-Straße auf. Als sie aus dem Haus trat und zu ihrem Auto ging, soll er von hinten auf sie eingeschlagen haben.

Der Frau gelang es zunächst, in den PKW zu flüchten. Nach weiteren Schlägen soll sie aus dem Auto gefallen sein. Anschließend soll der Angeschuldigte ihr mit dem Messer den tödlichen Schnitt versetzt haben. Später stellte er sich dann der Polizei in Georgsmarienhütte.

Die Staatsanwaltschaft nimmt nach eigenen Angaben an, dass die Tat nicht aus normaler Eifersucht, sondern als Folge eines „ins unermessliche gesteigerten Besitzrechtes“ und damit aus niedrigen Beweggründen erfolgte. Das Landgericht Osnabrück hat noch nicht über die Eröffnung des Verfahrens entschieden und noch keinen Hauptverhandlungstermin anberaumt.


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