02.12.2016, 19:32 Uhr

Jetzt geht es um Integration Flüchtlingssituation in Geeste hat sich entspannt

Der Integration diente das kleinen Fest der Kulturen in Geeste. Das Bild zeigt Bürgermeister Helmut Höke, Pastor Jürgen Altmeppen, Reinhard Janzen, Gemeinde Geeste, Annegret Marien, Pfarreiengemeinschaft Geeste, Lucia Lammering, Kolping Jugendmigrationsdienst, Helga Wallat und Nicole Jager vom SKM Meppen mit Ehrenamtlichen und Flüchtlingen. Foto: SKMDer Integration diente das kleinen Fest der Kulturen in Geeste. Das Bild zeigt Bürgermeister Helmut Höke, Pastor Jürgen Altmeppen, Reinhard Janzen, Gemeinde Geeste, Annegret Marien, Pfarreiengemeinschaft Geeste, Lucia Lammering, Kolping Jugendmigrationsdienst, Helga Wallat und Nicole Jager vom SKM Meppen mit Ehrenamtlichen und Flüchtlingen. Foto: SKM

Geeste. Seit dem Frühjahr hat sich in der Gemeinde Geeste die Flüchtlingssituation entspannt. Dies geht aus dem Bericht der Verwaltung im Sport-, Jugend-, Senioren und Sozialausschuss hervor.

Fachbereichsleiter Reinhard Janzen sagte, dass sich die Verwaltungsmitarbeiter ebenso wie die haupt- und ehrenamtlichen Helfer jetzt verstärkt um die Integration kümmern . Für Personen mit Aufenthaltserlaubnis gibt die Volkshochschule in Geeste einen Integrationskurs und die Eingliederung der Erwachsenen in den Arbeitsmarkt habe begonnen.

Ramona Krone vom Fachbereich Bürgerdienste, Arbeit und Soziales nannte Zahlen. Im März gab es in der Gemeinde den Höchststand mit 230 Personen, die auf einen Entscheid über eine Aufenthaltserlaubnis warteten. Am 30. November waren es noch 154, von denen 65 in Groß Hesepe, 32 in Dalum, 40 im Ortsteil Geeste und 17 in Osterbrock leben. In dieser Gruppe stellen 54 Syrer den größten Anteil aus einem einzigen Herkunftsland, kleiner sei der Anteil der Iraker und Afghanen. Seit März haben 80 Flüchtlinge, die der Gemeinde zugewiesen wurden, eine Aufenthaltserlaubnis bekommen oder sind abgewandert. 65 von der Aufenthaltsberechtigten dürfen jetzt die Integrationsangebote nutzen.

Für die Abwanderung aus der Gemeinde gebe es viele Gründe, erklärte Janzen. Es gebe Personen, die ihre mit der Aufenthaltserlaubnis verbundene freie Wohnortwahl nutzen, um zu Verwandten und Bekannten in anderen Teilen Deutschlands umzuziehen. Manchmal seinen es ganz praktische Gründe, so bei einer Familie, die in Lingen eine größere Wohnung gefunden hat. Der Landkreis Emsland fordere Personen, die keine Aufenthaltserlaubnis bekommen können, zur freiwilligen Ausreise auf. Drei Familien haben daher seit März die Gemeinde Geeste in Richtung Heimatland verlassen. Es gab aber auch zwei Abschiebungen.

Für die Unterbringung der Flüchtlinge werden neben gemeindeeigenen Wohnungen auch angemietete beansprucht. Inzwischen habe man einige Mietverträge wieder kündigen können, teilte Janzen mit. Bis auf den Verwaltungsaufwand entstünden der Gemeinde keine Kosten, weil Landkreis, Land und Bund sich die Finanzierung teilen.

In der Diskussion im Ausschuss wurde die Sorge deutlich, dass die unsichere politische Lage in der Türkei und den nordafrikanischen Staate zu einer weiteren Flüchtlingswelle führen kann. Der Ausschussvorsitzende Manfred Ketter dankte den Verwaltungsmitarbeitern ebenso wie den ehren- und hauptamtlichen Helfern, die wohl noch einige Zeit vorallem mit der Integration der neuen Mitbürger beschäftigt sein werden.


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