25.11.2016, 10:32 Uhr

Verpuffung in Lackiererei 130 Feuerwehrleute in Geeste-Dalum im Einsatz


bhav/tb/mf Geeste. Eine Verpuffung hat in der Lackiererei Wessling in Geeste-Dalum einen Großbrand ausgelöst. Fast 130 Feuerwehrleute aus acht Wehren standen im Einsatz.

Mitarbeiter des Betriebs an der Siemensstraße hörten am Freitagmorgen gegen 10 Uhr einen Knall, sahen Flammen aus der Abluftanlage im Bereich eines Elektromotors schlagen und alarmierten die Feuerwehr. Das Feuer griff schnell um sich. Dank einer zügigen Evakuierung der Werkshallen kam niemand zu Schaden, berichtete Einsatzleiter Heinz Grüter. Er war mit der Ortsfeuerwehr Groß Hesepe der Gemeinde Geeste als Erster am Brandort. Wegen der starken Rauchentwicklung gingen die Feuerwehrleute unter schweren Atemschutzgeräten vor und dämmten in der Werkshalle den Brand in der Abluftanlage ein. Das Versorgungsunternehmen Westnetz unterbrach die Gas- und Stromversorgung des Betriebs.

Weil das Feuer auf das Dämmaterial und die Dachhaut der Halle mit 25 mal 30 Metern Grundfläche übergegriffen hatte, wurden neben den Feuerwehren Osterbrock, auch noch die Wehren aus Wietmarschen, Schwartenpohl und Lohne eingesetzt, dazu die Drehleitern aus Meppen und Lingen. Gemeinsam gelang es am späten Vormittag, die Dachhaut allmählich abzulöschen. Farben und Lacke waren vom Feuer nicht betroffen. Der Rettungsdienst Emsland brauchte nicht tätig zu werden. Brandabschnittsleiter Josef Cordes und Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff koordinierten zusammen mit der Einsatzleitung die Löscharbeiten.

Als Vorteil für die Feuerwehren erwies sich nicht nur der Hydrant direkt vor dem Unternehmensgelände, die Gemeinde Geeste hat auch zwei Saugbrunnen im Industriegebiet angelegt. Dadurch war während des gesamten Einsatzes eine ausreichende Wasserversorgung gewährleistet, sagte Grüter. Denn die an den Gebäudeseiten eingesetzten Wasserwerfer und die an den Drehleitern angebrachten Strahlrohre brauche beträchtliche Wassermengen.

Es kamen keine Personen zu Schaden, sagt Polizeisprecher Achim van Remmerden auf Nachfrage unserer Redaktion. Für Anwohner bestehe nach ersten Auskünften der Kollegen keine Gefahr, so van Remmerden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens dürfte im sechsstelligen Bereich liegen. Die Polizei nahm ihre Ermittlungen an der Brandstelle auf.

Die Rauchwolke über dem Brandort im Industriegebiet Dalum war mehr als zehn Kilometer weit zu sehen. Der Ostwind trug den Rauch bis über die Autobahn 31. Vor der Sichtbehinderung wurde im Verkehrsfunk gewarnt. Der Messtrupp der Feuerwehr Gildehaus prüfte die Schadstoffkonzentration in der Luft. Das Löschwasser wurde in einem eigens dafür auf dem Werksgelände angelegten Teich aufgefangen.


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